Schwa­ya führt SPD-Frak­ti­on in Kal­kar an

Rheinische Post Goch - - BLICKPUNKT KLEVE - VON AN­JA SETTNIK

KAL­KAR Nach dem in­zwi­schen auch of­fi­zi­ell fest­ge­stell­ten Wah­l­er­geb­nis von 57,16 Pro­zent für Brit­ta Schulz (Fo­rum) und 42,84 Pro­zent für Ger­hard Fonck (CDU) bei der Bür­ger­meis­ter-Stich­wahl sor­tie­ren sich nun die Par­tei­en und Frak­tio­nen in Kal­kar zum Teil neu. Nä­gel mit Köp­fen hat schon die SPD ge­macht, die nach dem Rück­zug von Jo­chem Rein­kens ei­nen neu­en Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den ge­wählt hat: Wal­ter Schwa­ya, bis­her Stell­ver­tre­ter, wird künf­tig die Frak­ti­on der So­zi­al­de­mo­kra­ten an­füh­ren.

Sein Stell­ver­tre­ter ist nun Win­fried van den Boom, wei­te­re Rats­mit­glie­der sind Kai-Uwe Ekers, Birgit Mos­ler und Mar­co van de Löcht. Au­ßer van de Löcht, zu­gleich Vor­sit­zen­der der SPD Kal­kar und als ein­zi­ger mit mehr­jäh­ri­ger Rats­er­fah­rung, sind al­le üb­ri­gen weit­ge­hend „neu“: Der Frak­ti­ons­chef ist in­zwi­schen seit ei­nem Jahr da­bei, die drei üb­ri­gen stei­gen kom­plett neu ein. Sie er­set­zen Rein­kens, Ani­ta Kip­per und Paul Bie­ne­mann. Ekers ver­tritt in der Frak­ti­on auch die Ju­sos, Birgit Mos­ler bleibt par­tei­los, auch wenn die Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­tin, die die Stich­wahl nicht er­reich­te, jetzt der SPD-Frak­ti­on an­ge­hört. „Wir ha­ben auch Vor­schlä­ge für sach­kun­di­ge Bür­ger, die wir ger­ne in den Aus­schüs­sen un­ter­brin­gen möch- ten. Mit ih­nen wol­len wir jün­ger, weib­li­cher und kom­pe­ten­ter rü­ber­kom­men“, sagt Wal­ter Schwa­ya. Ge­dacht sei bei­spiels­wei­se an Ida Wil­lem­sen, 24-jäh­ri­ge Ar­chi­tek­tin, die sich in den Bau­aus­schuss ein­ar­bei­ten soll, für die Kul­tur sei die 25-jäh­ri­ge Psy­cho­lo­gin Han­nah Min­ten prä­des­ti­niert, für Wirt­schafts­för­de­rung kom­me zu­dem Dirk Schoemakers in fra­ge.

Bei der CDU ist nach ei­ge­ner Aus­sa­ge Klaus-Die­ter Leusch noch un­ent­schlos­sen, ob er den Frak­ti­ons­vor­sitz be­hal­ten will. Den Par­tei­vor­sitz auf­zu­ge­ben hat der Christ­de­mo­krat nach der deut­li­chen Nie­der­la­ge des CDU-Bür­ger­meis­ter(kan­di­da­ten) Fonck schon an­ge­kün­digt. „En­de Ok­to­ber wird es ei­ne Vor­stands­sit­zung des Stadt­ver­bands ge­ben, aus der ein Kan­di­da­ten­vor­schlag her­vor­ge­hen soll­te. Die Mit­glie­der­ver­samm­lung soll über den Vor­schlag dann En­de No­vem­ber ab­stim­men.“Leusch ha­be da je­man­den im Kopf, wol­le aber kei­nen Na­men nen­nen, be­vor der Par­tei­vor­stand zu­sam­men­ge­kom­men sei. Auch über den Frak­ti­ons­vor­stand wer­de dort si­cher­lich ge­spro­chen wer­den. „Ich klam­me­re mich nicht am Amt fest. Das Pro­blem ist nur, dass von den jün­ge­ren Leu­ten kaum je­mand die Zeit hat, sich hin­rei­chend auf die Sit­zun­gen vor­zu­be­rei­ten. Des­halb ist frag­lich, ob ein an­de­rer ge­fun­den wird.“

FO­TO: PRI­VAT

Jo­chem Rein­kens (rechts), Ani­ta Kip­per und Paul Bie­ne­mann hat­ten die SPDFrak­ti­on schon vor der Bür­ger­meis­ter-Stich­wahl ver­las­sen.

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