17,5 Mil­lio­nen Eu­ro vom Bund für kom­mu­na­le In­ves­ti­tio­nen

Rheinische Post Goch - - KREIS KLEVE – REGIONAL - VON AN­JA SETTNIK

KREIS KLE­VE Dass in vie­len Kom­mu­nen die Schul­ge­bäu­de in er­bar­mungs­wür­di­gem Zu­stand sind und die In­ter­net­ver­bin­dung in den Au­ßen­be­rei­chen oft zu wün­schen üb­rig lässt – das wird kaum je­mand be­strei­ten. In­so­fern kommt das Geld, das der Bund nun wie an­ge­kün­digt an die Kom­mu­nen über­weist, sehr ge­le­gen. Für den Kreis Kle­ve be­son­ders er­freu­lich: Nicht nur städ­ti­sche Re­gio­nen wer­den ge­för­dert, son­dern auch der länd­li­che Raum. Vo- raus­set­zung für die Zu­wen­dun­gen ist, dass die In­ves­ti­tio­nen zu­kunfts­för­dernd wir­ken. Pro­fi­tie­ren sol­len fi­nanz­schwa­che Ge­mein­den; es geht um den Aus­gleich un­ter­schied­li­cher Wirt­schafts­kraft im Bun­des­ge­biet. Die Kreis Kle­ver Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Marg­ret Voß­e­ler und Gün­ther Bergmann (bei­de CDU) freu­en sich, dass nach dem Um­set­zungs­be­schluss des NRW-Land­tags Bun­des­mit­tel in Hö­he von mehr als 17,5 Mil­lio­nen Eu­ro an den Kreis Kle­ve und sei­ne Kom­mu­nen flie­ßen kön­nen.

Bergmann ver­weist dar­auf, dass der NRW-Land­tag in­zwi­schen die längst er­war­te­ten Mit­tel frei ge­macht hat. Dank der Bun­des­hil­fe kön­nen der Kreis so­wie 14 der 16 Städ­te und Ge­mein­den das Geld für Mo­der­ni­sie­rungs­maß­nah­men der kom­mu­na­len In­fra­struk­tur ver­wen­den. Leer ge­hen nur Strae­len und Wach­ten­donk aus, die of­fen­bar nicht als be­dürf­tig gel­ten.

Zu den ge­plan­ten Pro­jek­ten zäh­len Maß­nah­men für Bar­rie­re­ab­bau (Er­leich­te­run­gen für Be­hin­der­te), der Breit­band­aus­bau und die Schul- in­fra­struk­tur. Voß­e­ler und Bergmann mer­ken an, dass ein­mal mehr der Bund für die Ver­säum­nis­se des Lan­des bei der Fi­nan­zie­rung der Kom­mu­nen ein­sprin­gen müs­se, wäh­rend die rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung die Kom­mu­nen bei wich­ti­gen Auf­ga­ben wie der Flücht­lings­un­ter­brin­gung oder der In­klu­si­on fi­nan­zi­ell im Stich las­se. Ob­wohl die Kom­mu­nen bei je­der Maß­nah­me ei­nen zehn­pro­zen­ti­gen Ei­gen­an­teil auf­zu­brin­gen hät­ten, sol­len die Bun­des­mit­tel mög­lichst kom­plett ab­ge­ru­fen wer­den. Hel­fen könn­te da ein Dar­le­hens­pro­gramm des Lan­des.

Die ins­ge­samt rund 17,54 Mil­lio­nen Eu­ro ver­tei­len sich wie folgt: Kreis Kle­ve 561.000 Eu­ro, Ker­ken 96.000 Eu­ro, Bedburg-Hau 594.000 Eu­ro, Keve­la­er 931.000 Eu­ro, Em­me­rich 1,15 Mil­lio­nen Eu­ro, Kle­ve 3,69 Mil­lio­nen Eu­ro, Gel­dern 1,15 Mil­lio­nen Eu­ro, Kranenburg 442.000 Eu­ro, Goch 1,48 Mil­lio­nen Eu­ro, Rees 1,2 Mil­lio­nen Eu­ro, Is­sum 192.000 Eu­ro, Rheurdt 116.000 Eu­ro, Kal­kar 508.000 Eu­ro, Uedem 163.000 Eu­ro, Wee­ze 266.000 Eu­ro.

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