Trai­ner Me­wes sucht nach ei­nem Aus­weg

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON HANS-GERD SCHOUTEN

Fuß­ball-Ober­li­ga: Der Ta­bel­len­letz­te SV Hön­ne­pel-Nie­der­mörm­ter muss heu­te um 19.30 Uhr beim Vor­letz­ten VfB Hil­den ran.

Kann der zur Zeit be­mit­lei­dens­wer­te SV Hön­ne­pel-Nie­der­mörm­ter heu­te Abend den letz­ten Ta­bel­len­platz in der Fuß­ball-Ober­li­ga ver­las­sen? Er­for­der­lich wä­re da­zu ein Er­folg beim VfB Hil­den, der bei ei­nem zu­sätz­lich aus­ge­tra­ge­nen Spiel drei Punk­te mehr auf dem Kon­to hat. Das Team von Trai­ner Ge­org Kreß hat auch kei­nen gu­ten Sai­son­start er­wischt, im­mer­hin aber schon zwei Sie­ge auf dem Kon­to (2:1 ge­gen Ka­pel­len/Erft und 3:1 ge­gen Ra­tin­gen). Zu Hau­se hat der VfB im­mer­hin sie­ben Zäh­ler ein­ge­fah­ren, wäh­rend er aus­wärts fünf­mal ver­lor und sich da­bei ein Tor­ver­hält­nis von 4:18 ein­han­del­te.

Noch schlim­mer ist es um die Mann­schaft von Ge­org Me­wes be­stellt, die es bis­lang in der Li­ga nur auf vier Un­ent­schie­den ge­bracht hat. Ei­nes ge­lang am ver­gan­ge­nen Sonn­tag ge­gen TuRU Düsseldorf. Die Mann­schaft zeig­te trotz zwei­ma­li­gem Rück­stand Moral und konn­te je­weils durch Da­ni­el Boldt und Jo­nas Röl­ver aus­glei­chen. Da­mit konn­te im­mer­hin ein Punkt auf dem „be­ben­den Acker“ge­ret­tet wer­den.

Die La­ge der Schwarz-Gel­ben hat sich da­durch aber kaum ver­bes­sert, oh­ne ei­nen Sieg bleibt die La­ge be­droh­lich trist. Heu­te in Hil­den soll der Kno­ten durch­schla­gen wer­den und der ers­te Drei­er ge­lin­gen. Doch die per­so­nel­len Vor­aus­set­zun­gen da­zu sind nicht die bes­ten. Top­s­tür-

mer And­re Trie­nen­jost wird we­gen ei­nes Bän­der­ris­ses, den er sich kurz vor dem An­pfiff des TuRUSpiels zu­ge­zo­gen hat, län­ger­fris­tig aus­fal­len, wo­mit die Of­fen­si­ve emp­find­lich ge­schwächt ist. Für die drin­gend be­nö­tig­ten To­re müs­sen nun an­de­re in die Bre­sche sprin­gen. Aber nicht nur vor­ne, auch hin­ten gibt es ak­tu­ell ein Pro­blem. In Hil­den muss Stamm-Tor­wart Tim Wei­chelt er­setzt wer­den, der be­ruf­lich in Berlin zu tun hat. Fa­bi­an Matsch­nigg oder Ni­co Hak­vo­ort wer­den für ihn zwi­schen díe Pfos­ten des Hö.-Nie.-Kas­tens rü­cken. Ver­letzt sind wei­ter­hin Tim Sei­del und Den­nis Ter­wiel, Den­nis Ko­n­ar­ski fehlt we­gen Grip­pe, Yu­nus Ko­caog­lu ist be­ruf­lich ver­hin­dert. Ges­tern mel­de­te sich auch noch Da­ni­el Boldt krank, der groß ge­wach­se­ne Mit­tel­feld­spie­ler will aber bei der vor­han­de­nen Per­so­nal­mi­se­re sei­nes Teams un­be­dingt auf­lau­fen.

Wich­tig sei, so „Schorsch“Me­wes, dass sich die Mann­schaft von al­len Ne­ga­tiv­er­leb­nis­sen nicht be­ein­dru­cken las­se. „Die Jungs wer­den auch in Hil­den wie­der al­les ge­ben, um den ers­ten Sieg zu schaf­fen. Wir kön­nen nicht im­mer nur Pech ha­ben“, sagt Me­wes.

Er rech­net mit ei­ner ag­gres­siv ein­ge­stell­ten Heim­elf, die be­müht sein wer­de, sei­ner Elf den Schneid ab­zu­kau­fen. „Ich er­war­te ei­nen An­sturm der Hil­de­ner, wir müs­sen ver­su­chen, den im Kei­me zu er­sti­cken. Wir müs­sen un­se­re Chan­ce nach vor­ne su­chen. Ich bin si­cher, dass wir da zu un­se­ren Mög­lich­kei­ten kom­men, die wir dann auch nut­zen müs­sen“, sagt Me­wes. Wich­tig sei es, den zu er­war­ten­den Kampf an­zu­neh­men. „Wir dür­fen uns vom

Geg­ner nicht ein-

schüch­tern las­sen“, for­dert der Coach auch Ei­gen­in­itia­ti­ve, „wir müs­sen dem Spiel un­se­ren Stem­pel auf­drü­cken, müs­sen agie­ren und dür­fen nicht nur re­agie­ren.“

Hoff­nung schöpft Me­wes aus dem Auf­tritt sei­ner Elf ge­gen TuRU, als sie auch nach den je­wei­li­gen Rück­stän­den nicht auf­ge­ge­ben und die Ord­nung be­hal­ten ha­be. Hil­den sei ein Geg­ner auf Au­gen­hö­he, den man mit spie­le­ri­schen Mit­teln in die Schran­ken wei­sen wol­le. Er rech­net mit ei­nem kör­per­be­ton­ten Spiel der Gast­ge­ber, da müs­se sein Team gut ge­gen­hal­ten: „Wir dür­fen kei­ne Angst ha­ben, zu­dem müs­sen wir in der Ab­wehr kon­zen­triert sein und ver­su­chen, mit un­se­ren schnel­len Kon­tern zu punk­ten.“

Der ers­te Sieg, er wä­re so wich­tig für die Mann­schaft in Schwarz und Gelb. Da­mit wür­de sie den An­schluss an die da­vor plat­zier­ten Mann­schaf­ten her­stel­len. Im Fal­le ei­ner Nie­der­la­ge, das sagt die Ta­bel­len­kon­stel­la­ti­on aus, wür­den schwe­re Wo­chen auf den SV Hö.Nie. zu­kom­men. Ein län­ge­res Ver­blei­ben im un­te­ren Drit­tel wä­re in die­sem Fal­le ga­ran­tiert.

RP-FO­TO: VENN

Auf Hö.-Nie.-Trai­ner „Schorsch“Me­wes war­tet der­zeit am Spiel­feld­rand viel Ar­beit.

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