Mi­nis­ter: Face­book darf Hass­re­den nicht dul­den

Rheinische Post Goch - - VORDERSEITE -

BERLIN (brö) Vor dem heu­te in Lu­xem­burg be­gin­nen­den Tref­fen der EU-Jus­tiz- und -In­nen­mi­nis­ter hat Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) das so­zia­le Netz­werk Face­book auf­ge­for­dert, ras­sis­ti­sche Kom­men­ta­re zu lö­schen. „Frem­den­feind­li­che und ras­sis­ti­sche Hass­bot­schaf­ten, die ge­gen Straf­ge­set­ze ver­sto­ßen, müs­sen schnel­ler und um­fas­sen­der aus dem Netz ver­schwin­den“, sag­te Maas un­se­rer Re­dak­ti­on. Die Mei­nungs­frei­heit schüt­ze zwar auch „ab­sto­ßen­de, ge­schmack­lo­se und häss­li­che Äu­ße­run­gen“, so der SPD-Po­li­ti­ker. „Die Gren­ze ist aber dort er­reicht, wo es um An­grif­fe auf die Men­schen­wür­de geht, die als Volks­ver­het­zung straf­bar sind.“Face­book ha­be sich zu sei­ner Ver­ant­wor­tung be­kannt und müs­se nun auch „sei­nen Teil zur Lö­sung bei­tra­gen“, so Maas.

Der SPD-Mi­nis­ter ist von der lu­xem­bur­gi­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft be­auf­tragt wor­den, über das The­ma „Hass­bot­schaf­ten in so­zia­len Netz­wer­ken“zu be­rich­ten. Ei­ni­ge EU-Län­der prü­fen be­reits Sank­tio­nen ge­gen Face­book. Nach mas­si­ver Kri­tik hat­te Face­book die Grün­dung ei­ner „Task­force“zum Um­gang mit Hass-Kom­men­ta­ren an­ge­kün­digt. Man müs­se ge­mein­sam Lö­sun­gen er­ar­bei­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.