Ver­sor­gung zu üp­pig

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON DET­LEV HÜWEL

In NRW er­hal­ten aus­schei­den­de Mi­nis­ter, so­fern sie fünf Jah­re im Amt wa­ren und 60 Jah­re alt sind, ei­ne mo­nat­li­che Pen­si­on von 4400 Eu­ro brut­to. Ak­tu­ell be­trifft dies drei Ex-Mi­nis­ter. Ober­bür­ger­meis­ter ha­ben nach acht Jah­ren ei­nen An­spruch auf 35 Pro­zent ih­rer Be­zü­ge. Die Pen­si­on, die bis zu 4200 Eu­ro brut­to be­tra­gen kann, wird so­fort ge­zahlt.

Die­se Re­ge­lun­gen sind für Nor­mal­bür­ger, die nach ei­nem pral­len Be­rufs­le­ben mit Ren­ten um die 1200 Eu­ro aus­kom­men müs­sen, kaum nach­voll­zieh­bar. Des­halb ist ei­ne Re­form über­fäl­lig. Bei den Ministern müss­ten vor al­lem die üp­pi­gen Über­gangs­zah­lun­gen ent­fal­len. Für die (Ober-)Bür­ger­meis­ter wie­der­um wä­re ein li­nea­res Sys­tem an­ge­bracht, das mo­de­ra­te Ver­sor­gungs­an­wart­schaf­ten be­reits ab dem ers­ten Di­enst­jahr si­chert. Die der­zei­ti­ge Re­ge­lung, wo­nach sie­ben Jah­re lang kei­ner­lei An­sprü­che er­wach­sen, ist drin­gend än­de­rungs­be­dürf­tig.

Die Pro­ble­me sind hin­läng­lich be­kannt. Der Ball liegt schon lan­ge im Feld von In­nen­mi­nis­ter Ralf Jä­ger (SPD). Die Bür­ger kön­nen er­war­ten, dass er ihn noch vor der Land­tags­wahl 2017 end­lich auf­nimmt. BERICHT

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