Grie­chen­land: EZB muss An­le­ger nicht ent­schä­di­gen

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

LU­XEM­BURG (dpa) Be­sit­zer grie­chi­scher Staats­an­lei­hen, die bei der Ret­tung Grie­chen­lands vor der Plei­te Ver­lus­te ge­macht ha­ben, kön­nen von der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) kei­ne Ent­schä­di­gung ver­lan­gen. Das hat das EU-Ge­richt ges­tern ge­ur­teilt (Rechts­sa­che T-79/13). Nach An­sicht des Ge­richts ist der Scha­den, den Pri­vat­an­le­ger 2012 im Rah­men der Um­struk­tu­rie­rung der grie­chi­schen Staats­schul­den er­lit­ten hat­ten, nicht der EZB zu­zu­rech­nen. Es ge­he da­bei um wirt­schaft­li­che Ri­si­ken, die An­le­ger in Kauf neh­men müss­ten. Ge­klagt hat­ten ita­lie­ni­sche In­ha­ber grie­chi­scher Staats­an­lei­hen, die von der Bank Scha­dens­er­satz ver­lang­ten. Zur Ret­tung Grie­chen­lands hat­ten die EZB und die na­tio­na­len Zen­tral­ban­ken der Eu­ro­län­der 2012 ei­nen Schul­den­schnitt ver­ein­bart. Da­durch ver­lo­ren vie­le An­le­ger Geld.

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