Ernst Lu­bitsch dreh­te schon 1942 sar­kas­ti­sche Par­odie

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

Sein oder Nicht­sein (1942) Bril­lant bö­se Ver­wechs­lungs-Ko­mö­die von Ernst Lu­bitsch, die auf dem Stück „Noch ist Po­len nicht ver­lo­ren“von Mel­chi­or Len­gy­el be­ruht. Ei­ne pol­ni­sche Thea­ter­trup­pe spielt in Na­zi-Uni­for­men um ihr Le­ben. Früh­ling für Hit­ler (1968) Mel Brooks dreh­te die­se Far­ce, in der ein paar win­di­ge Pro­du­zen­ten ei­nen ga­ran­tier­ten Flop für den Broad­way in­sze­nie­ren wol­len: die Na­zi-Zeit als kit­schi­ges Mu­si­cal. Dum­mer­wei­se wird das Stück ein Er­folg. Sch­tonk! (1983) Hel­mut Dietl ver­ar­bei­tet in die­ser im­mer noch hin­rei­ßen­den Sa­ti­re den Me­dien­skan­dal um die ge­fälsch­ten Hit­ler-Ta­ge­bü­cher, die der „Stern“ver­öf­fent­lich­te. Uwe Och­senk­necht gibt den schmie­ri­gen Fäl­scher, Götz Ge­or­ge den Skan­dal­re­por­ter mit bes­ten Kon­tak­ten in bie­de­re Neo­na­ziK­rei­se. Er ist wie­der da (2015) Erst dreh­te Da­vid Wn­endt mit „Die Krie­ge­rin“ein Dra­ma über ein Neo­na­zi-Mäd­chen. Dann ver­film­te er den Best­sel­ler „Er ist wie­der da“von Ti­mur Ver­mes, in dem Hit­ler im Berlin der Ge­gen­wart er­wacht und zum Me­dien­star auf­steigt. In pseu­do-do­ku­men­ta­ri­schen Sze­nen trifft Hit­ler auf rea­le Bür­ger der Ge­gen­wart.

FO­TO: DPA

Fran­zis­ka Wulf als Fräu­lein Krö­mei­er und Oli­ver Ma­suc­ci als Hit­ler in „Er ist wie­der da“.

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