Ei­ne Fa­mi­lie sucht ih­re Hei­mat

Rheinische Post Goch - - FERNSEHEN - „Hei­mat ist kein Ort“, ARD, 20.15 Uhr

Bei der Tes­ta­ments­er­öff­nung ih­res Va­ters sto­ßen sie auf­ein­an­der: In­ge (Ma­rie Gruber) und ih­re Brü­der Klaus (Jörg Schütt­auf) und Uwe (Sön­ke Möh­ring). Der ver­le­se­ne Nach­lass hat es in sich: Al­le drei müs­sen in­ner­halb von 14 Ta­gen nach Po­len rei­sen, um die Asche des Ver­bli­che­nen an genau be­stimm­ten Or­ten zu ver­streu­en. Falls sie die­sem letz­ten Wil­len nicht nach­kom­men, ver­fällt jeg­li­cher An­spruch auf das Er­be und geht an die „Lands­mann­schaft zur Pfle­ge der kul­tu­rel­len Gü­ter Ost­preu­ßens“über. Das soll nun wirk­lich nicht sein, und so macht sich das un­glei­che Trio in ei­nem klapp­ri­gen Bus auf den Weg, ge­mein­sam mit In­ges Toch­ter Ju­le (Ka­ro­li­na Lo­dy­ga) und dem pol­ni­schen No­tar Kr­zy­sz­tow (Piotr Wit­kow­ski).

Die Spu­ren­su­che führt die­se merk­wür­di­ge Fa­mi­lie im Film „Hei­mat ist kein Ort“an ge­ra­de­zu idyl­li­sche Or­te; ganz ne­ben­bei wer­den die Wur­zeln (samt Krieg und Ver­trei­bung) der ein­zel­nen Per­so­nen of­fen­ge­legt. Al­le drei Ge­schwis­ter hat­ten ei­ne völ­lig un­ter­schied­li­che Kind­heit und fühl­ten sich auf je­weils ei­ge­ne Wei­se ver­ges­sen und ver­las­sen – und al­len drei­en wird klar, dass sie in ih­rem Le­ben et­was än­dern müs­sen. Re­gis­seur Udo Wit­te zeigt die­ses Zu­sam­men­rau­fen mit sehr spiel­freu­di­gen Schau­spie­lern, ziem­lich her­bem Charme, ei­ner Pri­se Sen­ti­men­ta­li­tät, viel Zoff – und et­was zu viel Matsch. dpa

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