Ein Wirt­schafts­raum mit 800 Mil­lio­nen Men­schen

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

TTIP Seit Ju­li 2013 ver­han­delt die EU mit den USA über ei­ne „Trans­at­lan­ti­sche Han­dels- und In­ves­ti­ti­ons­part­ner­schaft“(TTIP). Ei­ne der Initia­to­rin­nen der Ver­hand­lun­gen war Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel. Ziel Mit rund 800 Mil­lio­nen Ver­brau­chern wür­de der welt­größ­te Wirt­schafts­raum ent­ste­hen. Durch die Her­ab­set­zung von Zöl­len und Han­dels­hemm­nis­sen – et­wa tech­ni­schen Stan­dards und Zu­las­sungs­vor­schrif­ten – soll TTIP mehr Wirt­schafts­wachs­tum und neue Jobs schaf­fen. Täg­lich wer­den zwi­schen Eu­ro­pa und den USA Wa­ren und Di­enst­leis­tun­gen im Wert von zwei Mil­li­ar­den Eu­ro ge­han­delt. Kri­tik Um­welt- und Ver­brau­cher­schüt­zer, So­zi­al­ver­bän­de und Ge­werk­schaf­ten be­fürch­ten ei­ne An­glei­chung der Qua­li­täts- und Schutz­stan­dards auf ge­rin­ge­rem Ni­veau. Sie kri­ti­sie­ren, dass die Ver­hand­lun­gen weit­ge­hend im Ge­hei­men statt­fin­den. Um­strit­ten ist die Rol­le von Schieds­ge­rich­ten. Ce­ta Be­reits aus­ver­han­delt ist das Ab­kom­men Ce­ta („Um­fas­sen­des Wirt­schafts- und Han­dels­ab­kom­men“) zwi­schen Eu­ro­pa und Ka­na­da. Es gilt als Blau­pau­se für TTIP. Ob die EU die bei Ce­ta ver­an­ker­ten Schieds­ge­rich­te noch ver­än­dern kann, ist frag­lich.

FO­TO: DPA

Pro­test vor dem Kanz­ler­amt – auch heu­te wird in Berlin wie­der ge­gen TTIP pro­tes­tiert.

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