Staat ent­ge­hen Mil­li­ar­den bei der Erb­schaft­steu­er

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

BERLIN (epd) Dem deut­schen Fis­kus sind in­fol­ge der Steu­er­ver­güns­ti­gun­gen für Un­ter­neh­menser­ben zwi­schen 2009 und 2014 ins­ge­samt 45 Mil­li­ar­den Eu­ro an Ein­nah­men ent­gan­gen. In die­sen sechs Jah­ren wur­den Un­ter­neh­mens­ver­mö­gen in Hö­he von 171 Mil­li­ar­den Eu­ro steu­er­frei über­tra­gen, wie das Deut­sche In­sti­tut für Wirt­schafts­for­schung in Berlin mit­teil­te. Der Groß­teil da­von sei als Schen­kung (149 Mil­li­ar­den Eu­ro) er­folgt. Im ver­gan­ge­nen Jahr schnell­te das Vo­lu­men der steu­er­be­güns­tig­ten Über­tra­gun­gen von Un­ter­neh­mens­ver­mö­gen auf gut 66 Mil­li­ar­den Eu­ro hoch. Im Jahr zu­vor wa­ren es 34 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­we­sen. „Die ho­he Un­gleich­heit bei der Ver­mö­gens­ver­tei­lung in Deutsch­land wird durch die Erb­schaft­steu­er nicht re­du­ziert, son­dern eher ver­stärkt“, sag­te DIW-Steu­er­ex­per­te Ste­fan Bach. Zu­dem sei das Erb­schaft­steu­er­ein­kom­men mit jähr­lich fünf Mil­li­ar­den Eu­ro sehr mo­de­rat. Der Deut­sche Ge­werk­schafts­bund (DGB) kri­ti­sier­te, dass der am 8. Ju­li vom Bun­des­ka­bi­nett ge­bil­lig­te Ge­setz­ent­wurf sehr ho­he Ver­mö­gen wei­ter von der Steu­er be­freie.

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