Ci­ty-Ma­na­ge­rin hat In­nen­stadt im Blick

Rheinische Post Goch - - GOCH / UEDEM - VON SE­BAS­TI­AN LAT­ZEL

Ni­co­le Wa­ge­ner hat die neue Po­si­ti­on im Ok­to­ber an­ge­tre­ten. Die 42-Jäh­ri­ge wird in­ten­si­ven Kon­takt zu den Ge­schäfts­leu­ten su­chen. Ein The­ma für sie wer­den si­cher auch die La­den­öff­nungs­zei­ten sein.

KEVE­LA­ER Von der Stadt ist Ni­co­le Wa­ge­ner schon mal be­geis­tert. „Wenn ich durch die In­nen­stadt ge­gan­gen bin, war das im­mer wie Ur­laub für mich“, sagt die 42-Jäh­ri­ge. Künf­tig wird ihr Gang durch die In­nen­stadt nicht mehr Ur­laub sein. Denn Ni­co­le Wa­ge­ner ist die neue Ci­ty-Ma­na­ge­rin der Stadt Keve­la­er. Ei­ne ech­te Pre­mie­re, denn die­se Po­si­ti­on ist neu in der Ver­wal­tung.

„Dass wir die­se Stel­le ein­ge­rich­tet ha­ben, heißt nicht, dass wir über die Ent­wick­lung der Stadt be­sorgt sind“, er­läu­tert Wirt­schafts­för­de­rer Hans-Jo­sef Bruns. Viel­mehr wol­le man jetzt je­man­den ha­ben, der den Fo­kus be­wusst auf die Ci­ty le­ge, um die At­trak­ti­vi­tät für die Zu­kunft zu er­hal­ten. „Wir wol­len da­mit auch ein deut­li­ches Zei­chen set­zen und der be­son­de­ren Be­deu­tung der In- nen­stadt Rech­nung tra­gen.“Ei­ne zu­sätz­li­che Stel­le ist der Pos­ten der Ci­ty-Ma­na­ge­rin nicht. Viel­mehr ist nach dem Weg­gang ei­ner Mit­ar­bei­te­rin das Auf­ga­ben­ge­biet für die­se Stel­le neu zu­ge­schnit­ten wor­den. Auf die Aus­schrei­bung hat­ten sich 70 Be­wer­ber ge­mel­det, zehn ka­men in die en­ge­re Wahl. Schließ­lich ent­schied man sich für Ni­co­le Wa­ge­ner. Ih­re Er­fah­rung im Tou­ris­mus­be­reich, ver­bun­den mit ei­ner be­triebs­wirt­schaft­li­chen Aus­rich­tung, ha­be den Aus­schlag ge­ge­ben, er­läu­tert Bruns. Und si­cher war die Be­geis­te­rung der Be­wer­be­rin für Keve­la­er auch nicht von Nach­teil.

Ni­co­le Wa­ge­ner stammt aus Hün­xe und hat zu­letzt im Duis­burg Mar­ke­ting ge­ar­bei­tet. Im Lau­fe der Jah­re hat sie vie­le In­nen­städ­te ge­se­hen und da­bei im­mer fest­stel­len müs­sen, dass „man­che Ci­ty tot ist“. Genau die­ses Ge­fühl ha­be sie in Ke­ve-

Hans-Jo­sef Bruns la­er nicht. „Hier gibt es ei­ne le­ben­di­ge In­nen­stadt mit vie­len Mög­lich­kei­ten. Ich freue mich, dar­an mit­zu­ar­bei­ten, dass Keve­la­er auch in der Zu­kunft at­trak­tiv bleibt.“Seit zwei Jah­ren lebt Ni­co­le Wa­ge­ner in Keve­la­er. Ab so­fort wird sie hier nicht nur woh­nen, son­dern auch ar­bei­ten.

Wall­fahrts­lei­tung, Un­ter­neh­mer­ver­ei­ni­gung und Ver­kehrs­ver­ein be­grü­ßen die neue Stel­le. „Es ist wich­tig für die Ge­schäfts­leu­te, ei­nen per­sön­li­chen An­sprech­part­ner zu ha­ben“, sagt Ga­b­rie­le Pol­ders, Vor­sit­zen­de des Ver­kehrs­ver­eins. Eh­ren­amt­lich sei ei­ne sol­che Auf­ga­be nicht zu leis­ten. Des­halb sei es po­si­tiv, dass es da­für jetzt je­man­den bei der Stadt ge­be.

Dr. Rai­ner Kil­lich, Se­kre­tär der Wall­fahrt, ver­wies dar­auf, dass in nächs­ter Zeit ei­ne Rei­he von gro­ßen Auf­ga­ben gera­de für die In­nen­stadt an­stün­den. Da­her sei es zu be­grü­ßen, dass es mit der Ci­ty-Ma­na­ge­rin jetzt je­man­den ge­be, der genau die­sen Be­reich im Blick ha­be.

Die Öff­nungs­zei­ten wer­den si­cher auch für Ni­co­le Wa­ge­ner zu- künf­tig ein The­ma sein. Be­kannt­lich wird gera­de hef­tig über den Sonn­tag dis­ku­tiert. Vie­le Ge­schäfts­leu­te sind un­zu­frie­den, weil sie dann nicht mehr öff­nen dür­fen. Da­zu wird es dem­nächst ein Ge­spräch zwi­schen der Stadt Keve­la­er und den Be­hör­den in Düsseldorf ge­ben. „Wich­tig ist, hier die bes­te Lö­sung für Keve­la­er zu fin­den, sie muss rechts­si­cher sein, aber auch die be­son­de­re Si­tua­ti­on der Stadt mit Pil­gern und Tou­ris­ten im Blick ha­ben“, stellt Bruns klar.

Zu­nächst will Ni­co­le Wa­ge­ner jetzt erst ein­mal den Kon­takt zu Händ­lern und Ge­schäfts­leu­ten su­chen. „Mei­ne Auf­ga­be se­he ich vor al­lem auch dar­in, Wün­sche zu sam­meln, zu bün­deln und ge­mein­sam um­zu­set­zen.“

Eben die­se Ge­sprä­che sind auch aus Sicht von Ga­b­rie­le Pol­ders für die Auf­ga­be ganz wich­tig. „Je­des Ge­schäft, je­de Stra­ße in der Ci­ty hat sei­ne Ei­gen­art. Da­für muss man ein Ge­spür be­kom­men. Wich­tig ist, dass jetzt je­mand da ist, der ein Ohr und die Zeit da­für hat.“

„Wir wol­len mit die­ser Stel­le der be­son­de­ren Be­deu­tung der Ci­ty Rech­nung tra­gen“

Wirt­schafts­för­de­rer

RP-FO­TO: SEYBERT

Ni­co­le Wa­ge­ner in der Ein­kaufs­stra­ße: Die In­nen­stadt ist künf­tig das Ar­beits­ge­biet der neu­en Ci­ty-Ma­na­ge­rin.

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