„Al­te Post“in Moy­land steht im­mer noch leer

Rheinische Post Goch - - BLICKPUNKT KLEVE - VON DIE­TER DOR­MANN

BEDBURG-HAU-MOY­LAND Der Bür­ger­meis­ter der Ge­mein­de Bed­bur­gHau, Pe­ter Dries­sen, wohnt in Moy­land ne­ben der evan­ge­li­schen Kir­che ge­gen­über dem Re­stau­rant „Al­te Post“(ehe­mals Gast­stät­te Eber­hard) in Moy­land. Und so er­lebt er nicht nur als „Ers­ter Bür­ger“der Ge­mein­de, son­dern auch als Nach­bar un­mit­tel­bar mit, wie es der­zeit um das tra­di­ti­ons­rei­che Lo­kal be­stellt ist: Das Ge­bäu­de wird seit Stel­lung des In­sol­venz-An­tra­ges des Golf­clubs, des­sen Ver­eins­lo­kal das Re­stau­rant zu letzt ge­we­sen war, nicht mehr ge­nutzt. Seit Mit­te Au­gust 2013 sind die Tü­ren ver­schlos­sen, der Zapf­hahn zu und die Kü­che kalt. Da­bei be­müht sich das Vo­baIm­mo­bi­li­en-Cen­ter Kle­ve Im­mo­bi­li­en schon seit län­ge­rer Zeit, ei­nen Käu­fer für das Ob­jekt zu fin­den.

Noch Mit­te Mai die­ses Jah­res hat­te der Ge­schäfts­füh­rer des Vo­baIm­mo­bi­li­en-Cen­ters, Jür­gen Schrö­ter, ver­si­chert, er ste­he in aus­sichts­rei­chen Ver­hand­lun­gen mit ei­nem In­ter­es­sen­ten für das Lo­kal, das samt In­ven­tar 495.000 Eu­ro kos­ten soll. Doch die­ser In­ter­es­sent hat in­zwi­schen kein In­ter­es­se mehr.

Jür­gen Schrö­ter hofft aber den­noch, die „Al­te Post“ver­kau­fen zu kön­nen. „Es ist ein­fach ein tol­les Ob­jekt – sehr reiz­voll und mit viel Po­ten­zi­al“, meint der Im­mo­bi­li­enFach­mann. . Erst in der ver­gan­ge­nen Wo­che (6. Ok­to­ber) ha­be er mit mög­li­chen Käu­fern das Ge­bäu­de in­ten­siv be­sich­tigt. Dies hat auch der „Al­te-Post-Nach­bar“Pe­ter Dries­sen be­ob­ach­tet. „Es wür­de mich sehr freu­en, wenn die ’Al­te Post’ wie­der er­öff­net und mit Le­ben ge­füllt wür­de“, er­klärt der Bür­ger­meis­ter von Bedburg-Hau. Die Nä­he zum Schloss, zum Mu­se­um Moy­land, zu den bei­den Golf­plät­zen, die land­schaft­lich-schö­ne Um­ge­bung, das denk­mal­ge­schütz­te Ge­bäu­de an sich – all dies spre­che für das Ob­jekt. An­de­rer­seits sieht Pe­ter Dries­sen durch­aus auch Pro­ble­me, die den Ver­kauf nicht gera­de ein­fach ma­chen wür­den. Es sei nun mal so, dass der­zeit mehr gas­tro­no­mi­sche Be­trie­be schlie­ßen als er­öff­nen wür­den. „Wir le­ben – gera­de auf dem Lan­de – in ei­ner Zeit des Kn­ei­pen­ster­bens“, meint er.

Wer das Lo­kal ge­gen­über der evan­ge­li­schen Kir­che in Moy­land wie­der er­öff­ne, der müs­se si­cher ein fi­nan­zi­el­les Pols­ter für ein Jahr mit­brin­gen. Al­tes Stamm­pu­bli­kum, das nach der lan­gen Zeit des Leer­stan­des ab­ge­wan­dert sei, sei eben nicht so ein­fach zu­rück­zu­ge­win­nen. Den­noch will Pe­ter Dries­sen die Hoff­nung im Fall der „Al­ten Post“nicht auf­ge­ben. Er sagt: „Es wä­re ein­fach sehr schön, wenn wir bald noch ei­ne Adres­se in Bedburg-Hau hät­ten, wo man gut es­sen kann und Räu­me zum Fei­ern hat.“

Jür­gen Schrö­ter vom Vo­ba-Im­mo­bi­li­en-Cen­ter be­stärkt die­se Zu­ver­sicht. Er ver­si­chert: „Da wird was pas­sie­ren. Es wird wie­der ei­ne Gas­tro­no­mie in der ’Al­ten Post’ge­ben.“Of­fen bleibt je­doch die Fra­ge: „Wann und mit wem?“

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