Sym­po­si­um zum The­ma „Sel­ten­er­d­ele­men­te“

Rheinische Post Goch - - KREIS KLEVE – REGIONAL - VON EME­LIE KOE­NEN UND NI­CO NADIG

KREIS KLE­VE Smart­pho­nes, Wind­rä­der, op­ti­sche Glä­ser, Hy­bridau­tos und Prä­zi­si­ons­waf­fen be­sit­zen zu­min­dest ei­ne ele­men­ta­re Ge­mein­sam­keit. Sie al­le wür­den so nicht exis­tie­ren, gä­be es die che­mi­sche Grup­pe der „Sel­ten­er­d­ele­men­te“nicht. An ei­nem Sym­po­si­um in der Hoch­schu­le Rhein-Waal wid­me­ten sich Ex­per­ten aus al­ler Welt die­ser che­mi­schen Gat­tung. Or­ga­ni­siert wur­de das Kol­lo­qui­um von der ehe­ma­li­gen Hoch­schul­prä­si­den­tin und Lei­te­rin der For­schungs­grup­pe „Ana­ly­tik, Qua­li­täts­ma­nage­ment und Um­welt“, Prof. Ma­rie-Loui­se Klotz in Ko­ope­ra­ti­on mit Fir­men und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen.

Der welt­weit füh­ren­de Lie­fe­rant für „Sel­ten­er­d­ele­men­te“ist Chi­na. Es deckt na­he­zu 90 Pro­zent der welt­wei­ten Nach­fra­ge ab. Die Ele­men­te er­hö­hen die Ef­fi­zi­enz ei­nes Ver­bren­nungs­mo­tors. Au­ßer­dem er­mög­li­chen sie den Bau von Wind­und So­lar­kraft­an­la­gen. Vor al­lem aber er­lau­ben sie den Bau Note­book und Smart­pho­nes. LCD/LED Bild­schir­me wür­den oh­ne die „Sel­ten­er­d­ele­men­te“kei­ne Bil­der lie­fern. Die Vor­trä­ge der Do­zen­ten be­schäf­tig­ten sich mit den Aspek­ten der Ana- ly­tik, aber auch mit dem The­ma Re­cy­cling. Die­se Ele­ment­grup­pe um­fasst 17 Stof­fe, wel­che in der Na­tur aus Mi­ne­ra­li­en ge­won­nen wer­den.

„Der Stand­ort Kle­ve ist für ein sol­ches Sym­po­si­um ide­al, da be­son­ders die Ana­ly­tik die­ser Ele­men­te ei­ne gro­ße Rol­le spielt“, sag­te Prof. Ma­rie-Loui­se Klotz. „Mit Flu­xa­na und Spec­tro sit­zen in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zwei Fir­men, die sich mit der Her­stel­lung von Ana­ly­se­ge­rä­ten ,so­wie der Ana­ly­tik be­fas­sen“, er­klär­te Prof. Ma­rie-Loui­se Klotz wei­ter. So prä­sen­tier­ten nicht nur Do­zen­ten ih­re Er­ge­be­nis­se, son­dern auch Fir­men er­mög­lich­ten den Teil­neh­mern, so­wie Gäs­ten ei­nen Blick auf ih­re Ar­beit zu wer­fen.

Die zu­neh­men­de Ver­brei­tung die­ser Stof­fe hat mitt­ler­wei­le auch Aus­wir­kun­gen auf die Um­welt. Im Rhein wur­den, laut Öko­test, schon er­höh­te Wer­te ei­nes „Sel­ten­er­d­ele­ments“-Ga­do­li­ni­um- nach­ge­wie­sen. Es kommt so­wohl in Kos­me­ti­ka, als auch in Arz­nei­mit­teln vor. Ei­ni­ge Prä­sen­ta­tio­nen be­schäf­tig­ten sich da­her mit der Fra­ge, wie kann man „Sel­ten­er­d­ele­men­te“ge­nau­er nach­wei­sen und die Rest­stof­fe um­welt­freund­li­cher re­cy­celn. Bis heu­te ist sich die Wis­sen­schaft je­doch nicht dar­über ei­nig, wel­che Lang­zeit­fol­gen ent­ste­hen kön­nen.

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