Hö.-Nie. be­zahlt Po­kal­sieg teu­er

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON SA­B­RI­NA PE­TERS

Den An­schluss­tref­fer zum 1:3 (62.) mar­kier­te Na­ser Ame­ti durch ei­nen von Fa­bi­an Butt­ge­reit ver­ur­sach­ten Foul­elf­me­ter. Als VfLCoach Wey­en den zwei­ten Tref­fer sei­ner Elf re­gis­trier­te (Tor­schüt­ze De­mir Bo­jic), hat­te Rot-Blau das Er­geb­nis schon um zwei wei­te­re To­re aus­ge­baut. Das 4:1 er­ziel­te in der 72. Mi­nu­te Ku­rik­ciyan aus spit­zem Win­kel nach fei­nem Zu­sam­men­spiel mit dem kurz vor­her ein­ge­wech­sel­ten Mar­cel Reint­jes.

We­nig spä­ter hat­te der Ex-Go­cher sei­nen ex­zel­len­ten Job (zwei Vor­la­gen, ein Tor) er­le­digt und mach­te Platz für Ot­mar Ma­e­houat. Kurz vor­her aber durf­te er sich noch mit in die Trau­be sei­ner ju­beln­den Mit­spie­ler ein­rei­hen, nach­dem Fors­ter sei­nen Tor­vor­la­gen ei­nen ei­ge­nen Tref­fer zu­ge­fügt hat­te. Als die Re­pe­le­ner Ab­wehr noch be­schäf­tigt war, ei­ne Mau­er zu bil­den, führ­te der Kle­ver Mit­tel­feld­spie­ler den di­rek­ten Frei­stoß aus zen­tra­ler Po­si­ti­on vor dem Sech­zeh­ner schnell aus und netz­te für sei­ne Mann­schaft zum fünf­ten Mal ein.

„Un­se­re Nie­der­la­ge geht in Ord­nung“, ge­stand Re­pe­lens Trai­ner Sascha Wey­en ein, nach­dem er sei­nem ei­gent­lich nur drit­ten Tor­wart Fe­thul­lah Ki­lic – die bei­den an­de­ren Kee­per fehl­ten ur­laubs­und ver­let­zungs­be­dingt – trös­ten­de Wor­te mit auf den Weg in die Ka­bi­ne ge­ge­ben hat­te. Auch wenn er sei­ner num­mer eins nicht die Schuld an der Nie­der­la­ge ge­ben woll­te, ver­wies Wey­en auf die Kör­per­grö­ße sei­nes 2,06 Me­ter gro­ßen Stamm­tor­hü­ters und mein­te dann, sei­ner Mann­schaft ha­be „im Straf­raum die Luft­ho­heit“ge­fehlt.

Kle­ves Trai­ner von Kucz­kow­ski zoll­te sei­ner Mann­schaft ein „Rie­sen­kom­pli­ment“und freu­te sich, dass es ihr ge­lun­gen sei, „die Hand­brem­se zu lö­sen“. Von Re­pe­len aus ging es an­schlie­ßend auf di­rek­tem Weg zum Mann­schafts­abend auf ir­gend­ei­ne Düs­sel­dor­fer Fei­er­mei­le. „Das ha­ben sich die Jungs ver­dient“, mein­te der Kle­ver Coach, der ih­nen zu­dem für Di­ens­tag trai­nings­frei gab, „aber nur, wenn es jetzt noch zu ei­nem rich­tig schö­nen Ka­bi­nen­Sel­fie kommt“. 2. Run­de Fuß­ball-Niederrheinpokal: Sport­freun­de Ham­born 07 – SV Hö.Nie. 1:3 (0:1). Ge­org Me­wes, Trai­ner des SV Hö.-Nie., war trotz des 3:1 (1:0)-Pflicht­sie­ges bei den Sport­freun­den Ham­born 07 be­dient. „Bei un­se­ren Geg­nern fal­len die Spie­ler um und ste­hen so­fort wie­der auf. Bei uns fal­len sie um und sind so­fort tot“, raunz­te er. Ganz so dra­ma­tisch ist die Si­tua­ti­on bei den Schwarz­Gel­ben zwar nicht, doch den Po­kal­sieg muss­ten die Bul­len den­noch teu­er be­zah­len. Ab­wehr­mann Kwad­wo Amoa­ko und Of­fen­siv­spie­ler Tim Sei­del zo­gen sich ver­mut­lich schwer­wie­gen­de Ver­let­zun­gen zu.

Be­son­ders bit­ter traf es Sei­del. Nach ei­nem beid­sei­ti­gen Ein­stei­gen an der Sei­ten­aus­li­nie blie­ben Sei­del und sein Geg­ner ver­letzt am Bo­den lie­gen. Wäh­rend der Ham­bor­ner aber wei­ter­spie­len konn­te, muss­te Sei­del we­gen ei­ner Knie-Ver­let­zung aus­ge­wech­selt wer­den. Die ge­naue Dia­gno­se stand ges­tern zwar noch aus, vie­les deu­te­te aber auf ei­ne län­ge­re Ver­let­zungs­pau­se für Sei­del hin.

Es ist der ach­te Aus­fall, der für die Schwarz-Gel­ben kaum noch zu kom­pen­sie­ren ist. Auch ges­tern reis­ten die Bul­len mit we­nig Per­so­nal nach Ham­born, so dass Me­wes ge­zwun­gen war, fast nur jun­ge, noch un­er­fah­re­ne Leu­te ein­zu­set­zen. „Heu­te wa­ren fast al­le un­ter 22. Die müss­ten ei­gent­lich noch ler­nen, kön­nen es aber in un­se­rer der­zei­ti­gen Si­tua­ti­on nicht“, be­klag­te Me­wes. Be­reits nach 29 Mi­nu­ten muss­te der Hö.-Nie-Trai­ner re­agie­ren, als Amoa­ko nach ei­ner Ver­let­zung aus­ge­wech­selt wer­den muss­te. Für ihn kam Jo­nas Röl­ver, der im Ei­fer des Ge­fechts sei­ne Ho­se falsch her­um an­zog. Folg­lich war sei­ne Num­mer statt auf dem vor­de­ren rech­ten Bein, auf dem hin­te­ren lin­ken Bein zu se­hen.

Mit Röl­ver auf dem Feld ging es für den SV je­doch berg­auf. Do­mi­nik Bo­rutz­ki er­ziel­te in Mi­nu­te 36 die Gäs­te-Füh­rung, die San­dro Leim­bruch er­höh­te (47.). Fort­an ver­spiel­ten die Bul­len je­doch viel zu leicht ih­re Bäl­le und brach­ten ih­ren Geg­ner wie­der in die Par­tie. Da­ni­el Bro­sow­ski nutz­te dies, um zu ver­kür­zen (67.). Ei­nen glück­lich ab­ge­fälsch­ten Schuss von Leim­bruch ging für Hö.-Nie. al­ler­dings noch zum 3:1-End­stand in die Ma­schen des geg­ne­ri­schen To­ren. „Ein un­ver­dien­ter Sieg“, fand Ham­borns Trai­ner Diet­mar Schacht und deu­te­te an­schlie­ßend auf die Mi­se­re des noch sieg­lo­sen Gas­tes in der Ober­li­ga hin. „Im­mer­hin konn­ten sie ja jetzt mal ge­win­nen. Das freut mich für Me­wes. Er ist ein tol­ler Trai­ner.“ SV Hö.-Nie: Matsch­nigg – Schnei­der, Bo­rutz­ki, Dra­go­vic, Aretz – Stau­de, Sei­del (73. Bay­ram) – Boldt, Amoa­ko (19. Röl­ver), Ko­caog­lu – Leim­bruch (90. Hak­vo­ort)

FC-Coach Tho­mas von Kucz­kow­ski ver­folgt ent­spannt das Spiel sei­ner Mann­schaft.

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