Steu­er­recht hü­ben und drü­ben

Rheinische Post Goch - - KREIS KLEVE - REGIONAL -

KREIS KLE­VE (RP) Stüh­le rü­cken bis zur letz­ten Mi­nu­te: Die zwei­te Fach­ta­gung „Steu­er- und So­zi­al­recht an Rhein und Waal“des För­der­ver­eins der Hoch­schu­le Rhein-Waal – Cam­pus Cle­ve lock­te deut­lich mehr als 100 In­ter­es­sier­te in den Hör­saal der Hoch­schu­le. „Ich bin be­geis­tert von der Re­so­nanz“, so Pe­ter Wack, der ers­te Vor­sit­zen­de des För­der­ver­eins bei der Be­grü­ßung und dank­te der ECOVIS KPP Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft mbH aus Kle­ve für de­ren Pro­gramm­ge­stal­tung.

Prof. Dr. Ralf Klap­dor, Pro­de­kan der Fa­kul­tät Ge­sell­schaft und Öko­no­mie der Hoch­schu­le Rhein-Waal, lei­te­te die gut drei­stün­di­ge Ver­an­stal­tung und gab Gün­ter Fuchs von der Fi­nanz­ver­wal­tung NRW, Team GWO („Grens­over­schri­j­dend Wer­ken en On­der­ne­men“), als Ers­tem das Wort. Fuchs er­klär­te, dass das Team GWO Un­ter­stüt­zung in all­ge­mei­nen Fra­gen bei grenz­über­schrei­ten­den Sach­ver­hal­ten bie­tet. Ob das „Neue Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men“(DBA) wirk­lich zum 01. Ja­nu­ar 2016 um­ge­setzt wer­de, ste­he zur Zeit noch nicht fest. Wich­tig zu wis­sen sei je­doch, dass nach der Um­set­zung ei­ne Über­gangs­frist von ei­nem Jahr gel­ten wer­de, in dem so­wohl das Neue als auch das Al­te Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men Gül­tig­keit be­sä­ßen. Fuchs be­fürch­te­te, dass es noch vie­le of­fe­ne Fra­gen und Pro­ble­me bei der Aus­le- gung ge­ben kön­ne. Längst sei nicht al­les ein­deu­tig de­fi­niert.

Im zwei­ten Teil lie­fer­ten Steu­er­be­ra­ter und Di­plom-Kauf­mann Vol­ker Wein und Di­plom-Kauf­frau Birgit Scher­pen­borg von der ECOVIS KPP Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft mbH Pra­xis­bei­spie­le und be­schrie­ben das Steu­er- und So­zi­al­recht dies- und jen­seits der deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze als „völ­lig un­ter­schied­li­che Sys­te­me“. Die deut­lichs­te, häu­fig für den Ar­beit­ge­ber auch teu­ers­te Er­fah­rung kön­ne man mit ei­nem er­krank­ten Ar­beit­neh­mer ma­chen. Zahlt der Un­ter­neh­mer auf deut­scher Sei­te sechs Wo­chen lang Lohn und Ge­halt für den er­krank­ten Mit­ar­bei­ter wei­ter, bis die Kran­ken­kas­se zahlt, so wird er dies für des­sen nie­der­län­di­schen Kol­le­gen für zwei Jah­re tun müs­sen. In­go Prang, Steu­er­be­ra­ter und Di­plom-Fi­nanz­wirt bei der ECOVIS KPP Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft mbH, run­de­te mit sei­nen Kol­le­gen Se­bas­ti­an Sin­gen­donk und Uwe Fran­sen die The­men der PKW-Ge­stel­lung an ei­nen Ar­beit­neh­mer, die Be­steue­rung des Ein­kom­mens von Ge­schäfts­füh­rern so­wie von Ab­fin­dungs­zah­lun­gen ab. Dies al­les wur­de vor dem grenz­über­schrei­ten­den An­satz und in den Räu­men der Hoch­schu­le Rhein-Waal prä­sen­tiert.

Pe­ter Wack (2.v.r.) be­grüß­te als Vor­sit­zen­der so­wohl die Re­fe­ren­ten der ECOVIS KPP Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft wie auch den Haupt­re­fe­ren­ten aus Düsseldorf, Gün­ter Fuchs (2.v.l.) von der Fi­nanz­ver­wal­tung NRW. Fo­to: pri­vat

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