Weh­ret den An­fän­gen rech­ter Het­ze

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON EVA QUAD­BECK

Das herz­li­che Will­kom­men, das vie­le Bür­ger den Flücht­lin­gen in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten ent­ge­gen­brach­ten, über­deck­te Deutsch­lands häss­li­ches Ge­sicht. Es sind die Pe­gi­da-An­hän­ger, die mon­tags im­mer noch in Dres­den auf­mar­schie­ren und de­ren Ton sich in der Flücht­lings­kri­se deut­lich ver­schärft hat. In die­ser Si­tua­ti­on kann man gar nicht deut­lich ge­nug sa­gen: Weh­ret den An­fän­gen. Ge­gen Volks­ver­het­zung und Mord­dro­hun­gen, wie sie die Pe­gi­da-An­hän­ger mit ei­nem für Mer­kel und Ga­b­ri­el „re­ser­vier­ten“Gal­gen ver­brei­te­ten, muss die Jus­tiz hart vor­ge­hen.

Het­zer zu be­stra­fen, wird aber das Pro­blem nicht lö­sen, dass rechts­ra­di­ka­le Strö­mun­gen in Deutsch­land ein­fluss­rei­cher wer­den und im­mer dreis­ter den öf­fent­li­chen Raum ein­neh­men. Viel­mehr muss die Mehr­heits­ge­sell­schaft ent­schlos­sen ih­re Wer­te ver­tei­di­gen, und zwar so­wohl ge­gen rech­te Het­zer wie auch ge­gen Flücht­lin­ge und Zu­wan­de­rer, die nicht be­reit sind, un­se­re de­mo­kra­ti­sche und frei­heit­li­che Ge­sell­schafts­ord­nung an­zu­neh­men.

Zum Kampf ge­gen Rechts ge­hö­ren aber auch über­zeu­gen­de Kon­zep­te, wie Deutsch­land die Flücht­lings­kri­se meis­tern will. Da­von gibt es noch viel zu we­ni­ge. BE­RICHT

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.