Mehr Net­to nö­tig

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON ANT­JE HÖ­NING

Die Kon­junk­tur brummt, die Kas­sen sind voll – und den­noch wird die So­zi­al­ver­si­che­rung für Gut­ver­die­ner teu­rer. Wie in je­dem Jahr wer­den auch 2016 die Be­mes­sungs­gren­zen der Ren­ten- und Kran­ken­ver­si­che­rung er­höht. Die gu­te Nach­richt: Das Gan­ze ge­schieht – an­ders als zu Zei­ten ei­ner So­zi­al­mi­nis­te­rin Ul­la Schmidt – nicht will­kür­lich, son­dern folgt ei­ner fes­ten Re­gel. So sol­len die Gren­zen stets so stark stei­gen wie im Vor­jahr die Löh­ne. Ein ver­nünf­ti­ger Mecha­nis­mus. Sonst wür­den all­ge­mei­ne Lohn­er­hö­hun­gen da­zu füh­ren, dass Spit­zen­ver­die­ner re­la­tiv im­mer wei­ter ent­las­tet, un­te­re Lohn­grup­pen da­ge­gen zu­neh­mend be­las­tet wer­den.

Die schlech­te Nach­richt: Die Be­las­tung mit So­zi­al­ab­ga­ben bleibt für Ar­beit­neh­mer und Be­trie­be hoch – zu hoch. An­ders als vie­le mei­nen, hat Deutsch­land kein Steu­er-, son­dern ein Ab­ga­ben­pro­blem. Die Ren­ten- und Kran­ken­kas­se-Bei­trä­ge sor­gen da­für, dass zu we­nig Net­to vom Brut­to bleibt. Und das Pro­blem wird schär­fer: So­bald der Kon­junk­tur die Luft aus­geht, wer­den die Bei­trä­ge stei­gen. Ge­gen die al­tern­de Ge­sell­schaft hel­fen kei­ne Be­mes­sungs­gren­zen. BE­RICHT

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