Po­li­zei­prä­si­dent Al­bers droht Bla­ma­ge

Rheinische Post Goch - - NORDRHEIN-WESTFALEN - TEXT: KLAS LIBUDA | GRA­FIK: MAR­TIN FERL

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Berg­fink Be­vor es drau­ßen rich­tig kalt wird, ver­las­sen vie­le Vö­gel Nord­rhein-West­fa­len. Aus Nord- und Ost­eu­ro­pa zie­hen da­für man­che in hie­si­ge Ge­fil­de. Wir er­klä­ren, wel­che Vö­gel kom­men und ge­hen – und zei­gen, woran sie beim Blick in den Him­mel zu er­ken­nen sind.

1

Kra­nich

3

Sing­dros­sel

2

Schwal­be

7

5

Gans

Weiß­storch

4

Star

1

2

3

4

5

6

7 Kra­nich 100.000 Kra­ni­che zie­hen zwei­mal im Jahr süd­west­lich über Deutsch­land. Ty­pisch ist ihr Flug in Keil­form oder lan­gen Rei­hen. Zug En­de Ok­to­ber bis De­zem­ber Ziel Spa­ni­en und Por­tu­gal Rück­kehr En­de Fe­bru­ar und März Schwal­be Schwal­ben kün­di­gen sich wäh­rend des Flugs durch ihr Zwit­schern an. Zug En­de Sep­tem­ber und Ok­to­ber. Die Schwal­ben, die in Stäl­len brü­ten, blei­ben et­was län­ger. Ziel Äqua­to­ria­le Zo­ne in Afri­ka Rück­kehr En­de März und An­fang April Sing­dros­sel Die Sing­dros­sel ist an ih­rem bei­gen und brau­nen Ge­fie­der zu er­ken­nen so­wie an ih­rer ge­spren­kel­ten Brust. Ihr Ge­sang ist vor al­lem in den Abend­stun­den zu hö­ren. Zug Sep­tem­ber und Ok­to­ber Ziel Afri­ka. Aber auch nach Ita­li­en, Frank­reich, Spa­ni­en und Por­tu­gal zieht es die Dros­seln. Rück­kehr April Star Mal zieht der Star im Ru­der-, mal im Gleit­flug. Zu er­ken­nen sind die Sta­re an ih­ren spit­zen Flü­geln und dem wil­den For­ma­ti­ons­flug. Zug En­de Sep­tem­ber bis zum ers­ten Frost im No­vem­ber. Im­mer mehr Sta­re blei­ben aber auch in NRW. Ziel Frank­reich, Ita­li­en, Por­tu­gal und Spa­ni­en Rück­kehr März Weiß­storch Stör­che las­sen sich vom Auf­wind in die Luft ka­ta­pul­tie­ren und se­geln an­schlie­ßend ih­rem Ziel ent­ge­gen. Zug Sep­tem­ber und Ok­to­ber Ziel Süd­frank­reich und Spa­ni­en Rück­kehr En­de Fe­bru­ar und An­fang März

Die­se Vö­gel kom­men aus käl­te­ren Ge­fil­den nach NRW Berg­fink Der Fink ist an sei­nem bun­ten Ge­fie­der zu er­ken­nen. Im Win­ter wer­den Berg­fin­ken aus Skan­di­na­vi­en und Russ­land in NRW hei­misch. Je nach Wit­te­rung und den Nah­rungs­be­din­gun­gen in Nord- und Ost­eu­ro­pa kom­men zu­wei­len Mil­lio­nen Fin­ken. Zug nach NRW No­vem­ber und De­zem­ber Rück­zug aus NRW März Gans Wenn in Russ­land die Se­en zu­frie­ren und Schnee auf den Wie­sen liegt, kom­men die Gän­se nach NRW. Be­son­ders häu­fig zieht es sie an den Nie­der­rhein. 100.000 bis 120.000 Gän­se ka­men zu­letzt. Zug nach NRW En­de Ok­to­ber Rück­zug aus NRW En­de Fe­bru­ar und An­fang März KÖLN (tor) Mit der ei­gen­mäch­ti­gen Auf­lö­sung ei­nes SEK ist Kölns Po­li­zei­prä­si­dent Wolf­gang Al­bers ein ju­ris­ti­sches Ri­si­ko ein­ge­gan­gen. Der Ex-Lan­des­ver­fas­sungs­rich­ter und auf Öf­fent­li­ches Recht spe­zia­li­sier­te Ju­rist Win­fried Kluth von der Hal­ler Mar­tin-Lu­ther-Uni­ver­si­tät hält „die Zu­stim­mung des Per­so­nal­ra­tes zu der Auf­lö­sung hier für zwin­gend“. Der Per­so­nal­rat hat an­ge­kün­digt, die Zu­stim­mung zu ver­wei­gern.

Al­bers hat­te mit der SEK-Auf­lö­sung auf Er­kenn­tis­se zu ei­nem um­strit­te­nen Auf­nah­me-Ri­tu­al re­agiert, dem sich zwei An­wär­ter der Eli­te-Trup­pe un­ter­wor­fen hat­ten. Ein Ver­tre­ter des In­nen­mi­nis­te­ri­ums er­klär­te un­längst vor dem In­nen­aus­schuss, für die Auf­lö­sung sei kei­ne Per­so­nal­rats-Zu­stim­mung nö­tig, weil es sich um ei­ne rei­ne Or­ga­ni­sa­ti­ons­ent­schei­dung han­de­le. Das sieht Kluth an­ders. Da Al­bers den Auf­bau ei­nes neu­en SEK als Er­satz be­reits an­ge­kün­digt ha­be, ge­he es hier wohl eher „um ei­ne als Or­ga­ni­sa­ti­ons­ent­schei­dung ge­tarn­te Dis­zi­pli­nar­stra­fe. Und die ist zu­stim­mungs­pflich­tig“, so Kluth.

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