Re­form der Straf­pro­zes­se soll Ge­rich­te ent­las­ten

Rheinische Post Goch - - POLITIK -

BERLIN (dpa) Deutsch­lands Ge­rich­te kla­gen im­mer wie­der über Über­las­tung. Ei­ne Ex­per­ten­kom­mis­si­on schlägt nun vor, die Straf­pro­zes­se zu ent­schla­cken. Da­zu ist ge­plant, in grö­ße­ren Ver­fah­ren künf­tig re­gel­mä­ßig Vi­deo-Auf­zeich­nun­gen von Ver­neh­mun­gen zur Nut­zung zu­zu­las­sen. Zu­gleich soll es schwe­rer ge­macht wer­den, Pro­zes­se durch Be­fan­gen­heits­an­trä­ge zu ver­schlep­pen. Nach mehr als ei­nem Jahr Ar­beit über­gab die Kom­mis­si­on in Berlin Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) ih­ren Ab­schluss­be­richt.

Auf die Re­form hat­ten sich Uni­on und SPD in ih­rem Ko­ali­ti­ons­ver­trag ver­stän­digt. Nach jüngs­ten Zah­len brin­gen die et­wa 4200 Straf­rich­ter in Deutsch­land pro Jahr et­wa ei­ne hal­be Mil­li­on Ver­fah­ren zum Ab­schluss. Maas kün­dig­te an, dass ein Teil der Ide­en noch in die­ser Le­gis­la­tur­pe­ri­ode – al­so bis Herbst 2017 – um­ge­setzt wer­den soll. Aus CDU und CSU gab es Kri­tik: Ei­ni­ge Vor­schlä­ge sei­en pra­xis­fern.

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