Strom­kun­den droht hö­he­re Ökostrom-Um­la­ge

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

BERLIN (RP) Die Ver­brau­cher müs­sen sich auf ei­ne stei­gen­de Ökostrom-Um­la­ge ein­stel­len. Die Um­la­ge zur För­de­rung der er­neu­er­ba­ren Ener­gi­en (EEG) soll 2016 auf ein Re­kord­hoch klet­tern. Der Auf­schlag zur Fi­nan­zie­rung der Ener­gie­wen­de soll laut „Spie­gel on­line“von der­zeit 6,17 Cent je Ki­lo­watt­stun­de auf 6,35 Cent stei­gen. Im ver­gan­ge­nen Jahr war die Um­la­ge leicht ge­sun­ken. Sie er­gibt sich aus der Dif­fe­renz zwi­schen dem Groß­han­dels­preis an der Bör­se und dem Fest­preis, den der Ge­setz­ge­ber den Her­stel­lern des Ökostroms über Jah­re ga­ran­tiert. Da die Groß­han­dels­prei­se auf Tal­fahrt sind, wird die Lü­cke grö­ßer – und da­mit auch das, was die Ver­brau­cher über die Um­la­ge zu­schie­ßen müs­sen. Zu­dem wächst der An­teil des mit So­lar­an­la­gen und Wind­rä­dern er­zeug­ten Stroms. In je­dem Ok­to­ber wird die Um­la­ge fest­ge­legt. Grü­nen-Ener­gie­ex­per­te Oli­ver Kri­scher ver­mu­tet in der ak­tu­el­len An­he­bung wahl­tak­ti­sche Grün­de: Der Wirt­schafts­mi­nis­ter wol­le sie jetzt an­he­ben, um ein Pols­ter zu schaf­fen, da­mit er die Ab­ga­be im Wahl­jahr 2017 wie­der sen­ken kön­ne.

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