Die Stadt Ven­lo kre­iert neue Park­plät­ze

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

Gera­de an „deut­schen Ta­gen“geht in Ven­lo oft nichts mehr: Be­su­cher fin­den kei­nen Park­platz in Zen­trums­nä­he. Be­am­te und Un­ter­neh­mer fin­den neue Lö­sun­gen.

Die Wirt­schaft zieht wie­der an, und das merkt man in der Ven­lo­er In­nen­stadt. Über die Wo­che ist im­mer ganz schön was los, und bei schö­nem Wet­ter sind die Ter­ras­sen schnell ge­füllt. An den Wo­che­n­en­den ist Hoch­be­trieb in der Stadt. Die meis­ten Ge­schäf­te sind auch am Sonn­tag ge­öff­net, und dies hat da­für ge­sorgt, dass Ven­lo auch am Sonn­tag zum be­lieb­ten Aus­flugs­ziel für die deut­schen Nach­barn ge­wor­den ist. Auch die Be­woh­ner der Städ­te und Ge­mein­den der Um­ge­bung ha­ben Ven­lo als Zen­trums­stadt ent­deckt, in der al­les zu fin­den ist – vom Mu­se­um bis Mo­de­ge­schäft, von Wo­chen­markt bis zu ku­li­na­ri­schen Events. Da­durch, dass jetzt auch noch vie­le Stu­den­ten aus al­len Him­mels­rich­tun­gen die di­ver­sen Bil­dungs­gän­ge an den Hoch­schu­len und der Uni­ver­si­tät ent­deckt ha­ben, ist Ven­lo ei­ne in­ter­na­tio­na­le Stadt ge­wor­den. Das macht sie im­mer at­trak­ti­ver für Be­su­cher, für Ven­lo­er selbst und Ge­schäfts­leu­te, die in der Stadt ihr Geld ver­die­nen.

Es ist für die Stadt ei­ne enor­me Her­aus­for­de­rung, den zu­neh­men­den Strom von Be­su­chern auf ge­ord­ne­te Wei­se in die Stadt zu füh­ren und ih­nen auch ei­nen Park­platz zu bie­ten. Ver­wal­tungs­be­am­te und Un­ter­neh­mer sit­zen zu­sam­men an ei­nem Tisch, um pas­sen­de Lö­sun­gen zu fin­den.

Ein zu­sätz­li­ches Park­haus zu bau­en, war der ers­te Ge­dan­ke. Dies wä­re aber nur am Wo­che­n­en­de ren­ta­bel. Al­so wur­de nach krea­ti­ven Lö­sun­gen ge­sucht, um je­den so gut wie mög­lich in Ven­lo emp­fan­gen zu kön­nen. An ei­nem Spit­zen­tag wie dem „Tag der Deut­schen Ein­heit“ste­hen Ver- kehrs­ord­ner be­reit, die die Au­to­fah­rer zu ei­nem Park­platz wei­sen, wenn die­ser auch manch­mal wei­ter weg ist.

Ei­ne der krea­ti­ven Lö­sun­gen ist, dass Au­tos auf man­chen Stra­ßen nicht hin­ter­ein­an­der par­ken, son­dern ne­ben­ein­an­der. Auch wird nach Park­plät­zen von Fir­men in der di­rek­ten Um­ge­bung ge­sucht. Die­se sind am Sams­tag meist leer. Aber wenn al­le Plät­ze in der Stadt be­legt sind, gibt es kei­ne an­de­re Mög­lich­keit, als die Be­su­cher zur ehe­ma­li­gen Ka­ser­ne in Ble­rick zu füh­ren. Das Ge­län­de ist be­quem er­reich­bar und au­ßer­dem kos­ten­frei. Man muss zwar ein Stück lau­fen: eben die Maas­brü­cke, und schon ist man in der Stadt. Nach 15 Mi­nu­ten Fuß­weg steht man, nach ei­nem schö­nen Spa­zier­gang, vor dem his­to­ri­schen Rat­haus. Ei­ne Vier­tel- st­un­de zu lau­fen ist si­cher an­ge­neh­mer, als 20 Mi­nu­ten im Stau zu ste­hen.

Aber auch die Be­su­cher ha­ben krea­ti­ve Lö­sun­gen be­dacht. Im­mer öf­ter sieht man, wie Au­tos mit auf­ge­sat­tel­ten Fahr­rä­dern ir­gend­wo auf ei­nem ru­hi­gen und kos­ten­frei­en Park­platz par­ken und und die Men­schen dann ganz ent­spannt auf dem Fahr­rad in die Stadt ra­deln.

Gera­de an Wo­che­n­en­den „brummt“es in der Stadt Ven­lo.

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