Ker­mit geht auf Sen­dung

Rheinische Post Goch - - UNTERHALTUNG -

Die Pup­pe be­stand aus ei­nem grü­nen Man­tel und zwei Tisch­ten­nis­bäl­len als Au­gen: Ker­mit der Frosch war die ers­te Fi­gur, die der Schöp­fer der „Mup­pet Show“, Jim Hen­son, be­reits im Ju­gend­al­ter er­fand. Hen­son träum­te von ei­ner Kar­rie­re als Pup­pen­spie­ler, woll­te aber nicht nur Kin­der, son­dern auch Er­wach­se­ne an­spre­chen. Ei­ne Idee, die in Ame­ri­ka nur schwer durch­zu­set­zen war. In den 1950er Jah­ren durf­ten Hen­sons Pup­pen im­mer­hin in ei­ni­gen Wer­be­spots auf­tre­ten und be­ka­men bei ei­nem klei­nen Lo­kal­sen­der ein Fünf-Mi­nu­ten-Pro­gramm mit Sket­chen. Dort hat­te am 14. Ok­to­ber 1955 Hen­sons Ker­mit der Frosch in Schwarz-Weiß sei­nen ers­ten Fern­seh­auf­tritt. Ker­mit be­glei­te­te wei­ter die Kar­rie­re Hen­sons und wur­de ab 1969 zu ei­nem der stän­di­gen Be­woh­ner der „Se­sam­stra­ße“. Die­ser Er­folg war Se­gen und Fluch zu­gleich: Ei­ner­seits wur­den Hen­son und sein Frosch im­mer be­kann­ter, an­de­rer­seits muss­ten sich bei­de noch für ei­ni­ge Jah­re aufs Kin­der­pro­gramm be­schrän­ken. Erst ab 1976 hieß es „Vor­hang auf für die ,Mup­pets“, und Ker­mit be­gann sei­ne zwei­te Kar­rie­re als Con­fé­ren­cier und Pro­du­zent der „Mup­pet Show“. 2014 lief der bis­her letz­te Film als Aus­kopp­lung der Fern­seh­sen­dung in den Ki­nos: „Mup­pets Most Wan­ted“. 2015 wa­ren die Mup­pets er­neut in den Nach­rich­ten, als Ker­mit und sei­ne Le­bens­ge­fähr­tin Miss Pig­gy ih­re Tren­nung be­kannt ga­ben – ei­ne Nach­richt, die welt­weit für Auf­se­hen sorg­te.

TEXT: JENI / FO­TO: DPA

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