Kla­ge von Schulz ge­gen Sad­low­ski weist Kle­ver Amts­ge­richt zu­rück

Rheinische Post Goch - - BLICKPUNKT KLEVE -

KLE­VE/KAL­KAR (di­do) Das Kle­ver Amts­ge­richt hat den Rechts­streit zwi­schen der neu ge­wähl­ten Bür­ger­meis­te­rin von Kal­kar, Brit­ta Schulz vom Fo­rum Kal­kar , und dem stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den der Kal­ka­rer FDP, Jörg Sad­low­ski, oh­ne münd­li­che Ver­hand­lung be­en­det: Die Kla­ge von Brit­ta Schulz, mit der sie die Er­stat­tung ih­rer An­walts­kos­ten in Hö­he von 255,85 Eu­ro ver­langt hat­te, wies das Amts­ge­richt ab. Zu­dem muss die Klä­ge­rin die Kos­ten des Rechts­strei­tes tra­gen, heißt es in dem Ur­teil.

Zu dem Rechts­streit war es ge­kom­men, weil Jörg Sad­low­ski im An­schluss an die Sit­zung des Schul­aus­schus­ses vom 15. April die­ses Jah­res in In­ter­net­fo­ren der Aus- schuss-Vor­sit­zen­den Brit­ta Schulz un­ter­stellt hat­te, „über­for­dert“zu sein. Sie for­der­te dar­auf­hin von Jörg Sad­low­ski ei­nen „Wi­der­ruf“. Der Li­be­ra­le veränderte zwar sei­ne Wort- wahl, ließ sei­nen An­walt in ei­nem Ant­wort­schrei­ben aber auch for­mu­lie­ren: „Ich se­he kei­ne Ver­an­las­sung, mein frei­heit­lich-de­mo­kra­ti­sches Grund­recht zur Mei­nungs­frei­heit zu be­schnei­den (. . .) oder un­ter­bin­den zu­las­sen.“

Im Ur­teil heißt es: „Die Äu­ße­run­gen ge­scha­hen in sei­ner Ei­gen­schaft als FDP-Po­li­ti­ker und ver­hiel­ten sich über ein Ver­hal­ten der Klä­ge­rin bei ei­ner Aus­schuss­sit­zung. Sie wur­den ge­tä­tigt im Rah­men ei­ner po­li­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung und dien­ten auch der In­for­ma­ti­on der Öf­fent­lich­keit. Aus der Form der Äu­ße­rung ist nicht er­kenn­bar, dass die Gren­zen zur Wahr­neh­mung be­rech­tig­ter In­ter­es­sen vor­lie­gend über­schrit­ten wor­den wä­ren.“

RP-AR­CHIV­FO­TO: STADE

Brit­ta Schulz von der Wäh­ler­ge­mein­schaft Fo­rum Kal­kar.

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