Bri­ten und Ame­ri­ka­ner mö­gen die freie Re­de

Rheinische Post Goch - - HOCHSCHULE -

Frei­es Spre­chen Das – even­tu­ell freie – Spre­chen über ein ge­ge­be­nes The­ma vor ei­ner Grup­pe von Kom­mi­li­to­nen ist ein wich­ti­ges Lern­ziel des uni­ver­si­tä­ren Un­ter­richts. Da im deutsch­spra­chi­gen Raum vie­le Stu­den­ten gro­ße Schwie­rig­kei­ten ha­ben, vor ei­nem Se­mi­nar zu spre­chen, wird heut­zu­ta­ge das Re­fe­rie­ren teil­wei­se schon in der Grund­schu­le ein­ge­übt. Schrift­li­ches Aus­for­mu­lie­ren Hin­sicht­lich der Prä­sen­ta­ti­on emp­feh­len die meis­ten deutsch­spra­chi­gen Di- dak­ti­ker im­mer noch, Re­fe­ra­te schrift­lich aus­zu­for­mu­lie­ren und dann ent­we­der ab­zu­le­sen oder die Nie­der­schrift vor dem Vor­trag genau zu stu­die­ren, ob­wohl vor al­lem die Re­de­si­tua­ti­on un­ge­wohnt ist. Oft sind es auch die Do­zen­ten, die ei­ne Nie­der­schrift ver­lan­gen, weil sie zu ih­rer ei­ge­nen Vor­be­rei­tung vor­ab wis­sen möch­ten, wo­von im Re­fe­rat die Re­de sein wird. Eng­lisch­spra­chi­ge Tra­di­ti­on Im eng­lisch­spra­chi­gen Raum spielt die freie Re­de tra­di­tio­nell ei­ne weit­aus grö­ße­re kul­tu­rel­le Rol­le als in Deutsch­land. Die Vor­aus­set­zun­gen wer­den dort oft schon in der Vor­schu­le ge­schaf­fen.

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