In­nen­stadt-Ma­na­ger für Kle­ve ge­sucht

Rheinische Post Goch - - BLICKPUNKT KLEVE - VON MAT­THI­AS GRASS

Mit För­der- und Ei­gen­mit­teln wird die Stadt Kle­ve im Rah­men des In­te­grier­ten Hand­lungs­kon­zep­tes bis 2018 rund 4,2 Mil­lio­nen Eu­ro in die In­nen­stadt in­ves­tie­ren. Nächs­te Maß­nah­men: Ci­ty-Ma­nage­ment und Fas­sa­den­pro­gramm.

KLE­VE Bis 2018 sol­len über das „In­te­grier­te Hand­lungs­kon­zept“(IHK) 4,2 Mil­lio­nen Eu­ro in die Stadt Kle­ve in­ves­tiert wer­den. 2,7 Mil­lio­nen Eu­ro kom­men als Zu­schuss vom Land Nord­rhein-West­fa­len, 1,4 Mil­lio­nen Eu­ro schießt die Stadt da­zu und min­des­tens 100 000 Eu­ro kom­men von pri­va­ten In­ves­to­ren. Die Pro­jek­te zur Ver­bes­se­rung der Plät­ze in Kle­ve und zur Ver­bes­se­rung der Bar­rie­re­frei­heit sind an­ge­lau-

„Wir brau­chen je­man­den, der die vie­len Maß

nah­men ko­or­di­niert“

Klaus Key­sers

Käm­me­rei­lei­ter

fen, es hat Be­ge­hun­gen ge­ge­ben, Work­shops wer­den fol­gen. Am 29. Ok­to­ber ist die „Öf­fent­li­che Platz­werk­statt“(sie­he un­ten ste­hen­den Be­richt).

Ein wei­te­rer Baustein des IHK ist das „Ci­ty-Ma­nage­ment“, das die Stadt jetzt aus­schrei­ben wird. „Wir brau­chen je­man­den, der die vie­len Maß­nah­men ko­or­di­niert, der die Netz­wer­ke knüpft und die ver­schie­de­nen Ak­teu­re zu­sam­men­fügt“, sagt Klaus Key­sers, Käm­me­rei­lei­ter der Stadt Kle­ve und fe­der­füh­rend mit dem Pro­jekt IHK be­fasst. Die­ses In­nen­stadt-Ma­nage­ment muss aus­ge­schrie­ben wer­den – so ver­langt es das Land. „Es wird wohl ein Bü­ro da­mit be­auf­tragt wer­den“, sagt Key­sers. Ei­ge­ne per­so­nel­le Res­sour­cen dür­fe man da­für nicht nut­zen.

Um Miss­ver­ständ­nis­sen vor­zu­beu­gen: Die­ses Ci­ty-Ma­nage­ment wird sich al­lein mit den The­men­fel­dern des „In­te­grier­ten Hand­lungs­kon­zep­tes“be­fas­sen und hat nichts mit Stadt­mar­ke­ting und Wirt­schafts­för­de­rung im en­ge­ren Sin­ne zu tun, sagt Käm­me­rer Wil­li­brord Haas. Es soll die Fä­den der Maß­nah­men und das Netz­werk der dar­an Be­tei­lig­ten zu­sam­men­hal­ten.

2016 soll auch noch das Fas­sa­den­pro­gramm und die Mo­der­ni­sie- rungs­be­ra­tung an­lau­fen: Beim Fas­sa­den­pro­gramm kön­nen Rei­ni­gen, Ver­put­zen, Strei­chen eben­so ge­för­dert wer­den, wie der Rück­bau von al­ten Fas­sa­den­ver­klei­dun­gen und Wer­be­an­la­gen. Das wird ge­för­dert bis zu ei­ner Ober­gren­ze von 50 Pro­zent der Kos­ten, ma­xi­mal aber bis 60 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter. Den Rest muss der Haus­be­sit­zer zu­fü­gen.

Die Öf­fent­lich­keits­ar­beit für das Pro­jekt wur­de be­reits an die Kle­ver me­dia­mi­xx ver­ge­ben, die eben­falls bis En­de 2018 das Pro­jekt be­treut und als Nächs­tes ei­nen ein­gän­gi­ge­ren Na­men als „In­te­grier­tes Hand­lungs­kon­zept“su­chen soll, so Key­sers. Die Zie­le, die man bis 2018 un­ter an­de­ren er­rei­chen will:

In­nen­stadt: Sie soll als Stand­ort für Ein­zel­han­del, Gas­tro­no­mie und Di­enst­leis­tun­gen ge­stärkt wer­den. Sie soll als Wohn­stand­ort auf­ge­wer­tet wer­den und vor al­lem un­ter en­er­ge­ti­schen Ge­sichts­punk­ten op­ti­miert wer­den.

Kul­tur und So­zia­les: Kul­tu­rel­le und so­zia­le Ein­rich­tun­gen und tou­ris­ti­sche An­ge­bo­te sol­len er­hal­ten und bei Be­darf aus­ge­baut wer­den.

Öf­fent­li­cher Raum: Die Plät­ze, die Bar­rie­re­frei­heit sol­len ver­bes­sert und bei Be­darf um­ge­stal­tet wer­den.

Das Pro­jekt „In­te­grier­tes Hand­lungs­kon­zept“gilt für die mit­tel­al­ter­li­che Kern­stadt plus Mark Lin­de, Bahn­hofs­vier­tel und den Be­reich Ede­ka-Brüg­ge­mann.

RP-AR­CHIV­FO­TO: KLAUS DIE­TER STADE

Die Kle­ver Ci­ty soll wei­ter Ma­gnet für vie­le Be­su­cher sein – ih­re Qua­li­tät soll durch das In­te­grier­te Hand­lungs­kon­zept auf­ge­wer­tet wer­den.

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