VW ruft 8,5 Mil­lio­nen Au­tos zu­rück

Rheinische Post Goch - - VORDERSEITE - VON REIN­HARD KOWALEWSKY

Das Kraft­fahrt-Bun­des­amt zwingt den Wolfs­bur­ger Kon­zern zu Rück­hol-Ak­ti­on.

FLENS­BURG/WOLFSBURG Das Kraft­fahrt-Bun­des­amt (KBA) ord­ne­te ges­tern ei­nen ver­pflich­ten­den Rück­ruf für al­le 2,4 Mil­lio­nen VWFahr­zeu­ge mit ma­ni­pu­lier­ter Soft­ware in Deutsch­land an. Das gab Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt (CSU) in Berlin be­kannt.

Der Rück­ruf wird An­fang 2016 be­gin­nen und wird sich wohl vie­le Mo­na­te hin­zie­hen. Die Hal­ter der be­trof­fe­nen Wa­gen wer­den von Volks­wa­gen per Post in­for­miert, wenn ihr Au­to mit der Re­pa­ra­tur dran ist. VW will sich den Vor­ga­ben aus Flens­burg fü­gen und eu­ro­pa­weit so­gar 8,5 Mil­lio­nen Wa­gen zu­rück­ru­fen, er­klär­te der Kon­zern. Es wä­re der bis­her wohl größ­te Rück­ruf in Eu­ro­pas Au­to­in­dus­trie.

Marion Jung­bluth

Ver­brau­cher­schüt­zer drin­gen auf Scha­den­er­satz für die Kun­den. „Wenn sich nach der Re­pa­ra­tur, wie zu er­war­ten ist, her­aus­stellt, dass die Wa­gen ei­nen hö­he­ren Sprit­ver­brauch ha­ben oder we­ni­ger gut be­schleu­ni­gen, soll­te Volks­wa­gen ma­xi­ma­le Ku­lanz ge­wäh­ren, al­so ei­ne Ent­schä­di­gung zah­len“, sag­te Marion Jung­bluth, Team­lei­te­rin Mo­bi­li­tät beim Bun­des­ver­band der Ver­brau­cher­zen­tra­len. Der Düs­sel­dor­fer An­walt Ju­li­us Rei­ter be­rei­tet schon Kla­gen ge­gen VW vor.

Der neue VW-Chef Mat­thi­as Mül­ler setz­te sich der­weil in ei­ner Re­de so deut­lich wie nie von Vor­gän­ger Mar­tin Win­ter­korn ab. Die Ma­na­ger soll­ten „künf­tig an­ders, näm­lich auf Au­gen­hö­he zu­sam­men­ar­bei­ten“. Als wich­tigs­te Zu­kunfts­wa­gen be­zeich­ne­te er zwei Elek­tro­au­tos.

„VW soll­te ma­xi­ma­le Ku­lanz ge­wäh­ren, al­so ei­ne Ent­schä­di­gung zah­len“

Ver­brau­cher­schüt­ze­rin

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