Die VW-Kri­se als Chan­ce

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON REIN­HARD KOWALEWSKY

Ma­chen wir uns nichts vor: Die Kri­se von Volks­wa­gen ist lan­ge nicht vor­bei. Es ist kein gu­tes Zei­chen, wenn das Kraft­fahrt­bun­des­amt den Rück­ruf der von Ma­ni­pu­la­tio­nen be­trof­fe­nen 2,4 Mil­lio­nen Die­sel-Wa­gen in Deutsch­land an­ord­net – die Be­hör­de ver­traut al­so der an­ge­kün­dig­ten frei­wil­li­gen Ak­ti­on nicht. Das wei­te­re Ab­rut­schen der Ak­tie be­stä­tigt den Ernst der La­ge. Und VW tak­tiert un­ge­schickt, wenn un­klar ist, ob Hal­ter um­ge­rüs­te­ter Wa­gen Scha­den­er­satz er­hal­ten, wenn die Au­tos nach der Um­rüs­tung mehr Sprit ver­brau­chen oder we­ni­ger schnell be­schleu­ni­gen.

Gleich­zei­tig weist aber die gest­ri­ge Re­de des neu­en Vor­stands­chefs Mat­thi­as Mül­ler ei­nen ers­ten Aus­weg aus der ka­ta­stro­pha­len Kri­se von Deutsch­lands wich­tigs­tem pri­va­ten Ar­beit­ge­ber: Der Kon­zern rund um VW, Au­di, Sko­da oder auch Seat soll viel de­zen­tra­ler agie­ren. Ma­na­ger soll­ten den Mut zum Ri­si­ko ha­ben und of­fe­ner über Pro­ble­me re­den. Als ein­zi­ge Vor­zei­ge­mo­del­le er­wähn­te er zwei Elek­tro­au­tos. Das zeigt: VW könn­te am En­de der Kri­se noch ein­mal durch­star­ten. Das wä­re wün­schens­wert. BE­RICHT

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