Här­te ge­gen Ro­cker

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON CHRIS­TI­AN SCHWERDTFEGER

Es ist er­schre­ckend, dass sich die kri­mi­nel­len Ro­cker­ban­den in NRW wei­ter aus­brei­ten. Trotz enor­men Er­mitt­lungs­drucks durch die Po­li­zei ha­ben sich bei fast al­len Ban­den die Mit­glie­der­zah­len seit 2010 zum Teil mehr als ver­dop­pelt.

Die mas­si­ve Po­li­zei­prä­senz mit wö­chent­li­chen Raz­zi­en im kri­mi­nel­len Mi­lieu zeigt of­fen­bar kei­ne Wir­kung. Doch es wä­re ein Feh­ler, die Schuld al­lein bei der Po­li­zei oder bei NRW-In­nen­mi­nis­ter Ralf Jä­ger zu su­chen, der den Kampf ge­gen die Ro­cker­kri­mi­na­li­tät zur Chef­sa­che er­klärt hat. Denn Jä­ger lässt seit Jah­ren nichts un­ver­sucht, um den Ro­ckern das Le­ben so schwer wie mög­lich zu ma­chen und sie ge­setz­lich ver­bie­ten zu las­sen. Doch ei­ne oft­mals viel zu la­sche Jus­tiz wirft ihm im­mer wie­der Knüp­pel zwi­schen die Bei­ne und hebt Ro­cker­ver­bo­te wie­der auf.

Genau das führt da­zu, dass sich die Ro­cker so wohl­füh­len und der Po­li­zei auf der Na­se her­um­tan­zen. Wenn die Jus­tiz so wei­ter macht und kei­ne Här­te zeigt, wird der Rechts­staat den Kampf ge­gen die Ro­cker­kri­mi­na­li­tät auch dau­er­haft ver­lie­ren. BE­RICHT

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