Le­bens­mit­tel-Prei­se seit 2000 um 29 Pro­zent ge­stie­gen

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

WIESBADEN (RP) Die Prei­se für Le­bens­mit­tel sind in Nord­rhein-West­fa­len seit der Jahr­tau­send­wen­de stär­ker ge­stie­gen als die all­ge­mei­nen Le­bens­hal­tungs­kos­ten. Laut Sta­tis­ti­schem Lan­des­amt hät­ten sich Nah­rungs­mit­tel in den ver­gan­ge­nen 15 Jah­ren um 29,2 Pro­zent ver­teu­ert. Die all­ge­mei­nen Le­bens­hal­tungs­kos­ten stie­gen da­ge­gen „nur“um 24,9 Pro­zent.

Größ­te Preis­trei­ber wa­ren Fisch und Fisch­wa­ren mit ei­nem Plus von 44,8 Pro­zent und Obst (plus 48,6 Pro­zent). Äp­fel ver­teu­er­ten sich um 68,2 Pro­zent. Auch bei Spei­se­fet­ten, Zu­cker, Brot, Milch­pro­duk­ten und Fleisch lag die Teue­rung über der all­ge­mei­nen In­fla­ti­ons­ra­te. Mo­de­rat fiel da­ge­gen die Preis­stei­ge­rung bei Ge­mü­se aus: Es wur­de um 8,2 Pro­zent teu­rer. In den ver­gan­ge­nen zwölf Mo­na­ten stie­gen die Le­bens­mit­tel­prei­se um 1,3 Pro­zent.

Die ho­hen Prei­se hal­ten Ver­brau­cher aber nicht da­von ab, wei­ter ton­nen­wei­se Le­bens­mit­tel weg­zu­wer­fen. Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­ter Chris­ti­an Schmidt (CSU) for­der­te an­läss­lich des heu­ti­gen Wel­ter­näh­rungs­ta­ges, sorg­sa­mer mit Le­bens­mit­teln um­zu­ge­hen. Es sei nicht hin­nehm­bar, „dass welt­weit rund ein Drit­tel al­ler Le­bens­mit­tel zwi­schen Feld und Tel­ler ver­lo­ren geht“, sag­te Schmidt. „Es ist we­der mo­ra­lisch noch ethisch ver­tret­bar, wenn ge­nieß­ba­re Le­bens­mit­tel im Müll lan­den.“Zu­gleich for­der­te der Mi­nis­ter ei­ne völ­ker­recht­li­che Ver­an­ke­rung des Rechts auf an­ge­mes­se­ne Nah­rung und ei­nen Agrar­han­del ein, der die Be­dürf­nis­se der Ent­wick­lungs­län­der be­rück­sich­ti­ge.

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