Ken Fol­lett mag jetzt auch Vi­deo­spie­le

Rheinische Post Goch - - KULTUR -

Weil die welt­größ­te Buch­mes­se zu­gleich der welt­größ­te Markt für Bü­cher ist, darf ei­ner der welt­größ­ten Ver­die­ner un­ter den Schrift­stel­lern nicht feh­len. Kurz­um: Ken Fol­lett ist al­so wie­der da, der best­ge­laun­te Chef ei­ner gut 20-köp­fi­gen Schreib­werk­statt, de­ren Pro­duk­te (Ro­ma­ne) recht or­dent­lich ge­fragt sind: Bei bis­lang über 130 Mil­lio­nen ver­kauf­ten Bü­chern dürf­ten Fol­letts exis­ten­zi­el­le Sor­gen fürs Ers­te über­sicht­lich blei­ben.

Weil es heu­er aber kei­nen neu­en Fol­lett-Best­sel­ler zu prä­sen­tie­ren gibt – sein letz­tes zeit­ge­schicht­li­che Epos wur­de erst im ver­gan­ge­nen Jahr auf der Buch­mes­se groß ge­fei­ert –, kommt der 66-jäh­ri­ge Bri­te we­nigs­tens mit ei­ner An­kün­di­gung nach Frankfurt. Und zwar für ein Vi­deo­spiel, das et­was fei­ner „in­ter­ak­ti­ve Li­te­ra­tur“ge­nannt wird und das im über­nächs­ten Jahr, al­so erst 2017, ver­öf­fent­licht wer­den soll. 100 Leu­te ar­bei­ten der­zeit dar­an, den Ro­man „Die Säu­len der Er­de“spiel­ge­recht nach al­len Re­geln der Kunst zu re­ani­mie­ren. Das hat Tra­di­ti­on: Im­mer­hin wer­den die Le­ser be­reits mit drei Brett­spie­len zu die­sem Mit­tel­al­ter-Ro­man bei Lau­ne ge­hal­ten.

Ein Freund sol­cher Spie­le ist Fol­lett nach ehr­li­cher Selbst­aus­kunft bis­her zwar nicht ge­we­sen, wie er ins Au­di­to­ri­um hin­ein­lä­chelt. Doch er weiß, dass er die­ses Vi­deo­spiel auf je­den Fall sehr mö­gen wird. Wo­bei ihm die ei­ge­nen Wor­te um­ge­hend ei­nen Glanz aufs mar­kan­te Best­sel­ler-Ant­litz zu zau­bern schei­nen.

So bleibt all den Zeit­zeu­gen, die ges­tern schon mal ein paar eher kon­ven­tio­nell ge­mach­te Film­bil­der se­hen durf­ten, vor­erst nur die­se Ein­sicht: Man muss sich Ken Fol­lett als ei­nen glück­lich wohl­ha­ben­den Men­schen vor­stel­len.

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