Al­te Zöp­fe ab­schnei­den

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST -

End­lich ist er ab. Sein Ex-Be­sit­zer schaut al­ler­dings ganz trau­rig. „Ich ha­be mei­ne Haa­re so lan­ge wach­sen las­sen, und jetzt ist mein Zopf plötz­lich weg“, mault er und streicht sich über den nicht mehr vor­han­de­nen Pfer­de­schwanz. „Zum Glück“, sa­gen al­le Freun­de ein­stim­mig. Und die Ehe­frau des eins­ti­gen Zopf­trä­gers ist froh über so viel Un­ter­stüt­zung. Lan­ge hat sie da­für ge­kämpft, dass die Mäh­ne ab­kommt.

Zu­letzt hat­ten die Fri­su­ren ih­res Man­nes näm­lich im­mer merk­wür­di­ge­re Aus­ma­ße an­ge­nom­men. Der Dutt für den Her­ren ist lei­der mo­dern und der Preis da­für, im Trend zu sein, hoch: Man(n) sieht be­scheu­ert aus.

Al­so lo­ben wir die neue Kurz­haar­fri­sur und wie viel bes­ser das höchst at­trak­ti­ve Ge­sicht des Trä­gers nun zur Gel­tung kommt. Der ist wei­ter­hin trau­rig. So lan­ge, bis sein bes­ter Freund pas­send zu­sam­men­fasst: „Mensch Jun­ge. Manch­mal ist es höchs­te Zeit, al­te Zöp­fe ab­zu­schnei­den.“

pbm

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