Von der Se­kre­tä­rin zur Scha­ma­nin

Rheinische Post Goch - - GOCH / UEDEM - VON CHRIS­TOPH KELLERBACH

Astrid Marx hat ein im Go­cher Pa­gi­na-Ver­lag er­schie­ne­nes Buch über ih­ren Weg zur Spi­ri­tua­li­tät ge­schrie­ben. „Ich spü­re Ener­gi­en und lei­te sie wei­ter“, sagt die Au­to­rin, die ei­nen lan­gen Weg zu sich selbst hin­ter sich hat.

GOCH/WET­TEN Astrid Marx hat in ih­rem Le­ben viel er­lebt. Die 1960 ge­bo­re­ne Frau hat­te an­fangs das, was man all­ge­mein als ein „ganz nor­ma­les Le­ben“be­zeich­nen könn­te. Sie hat­te ei­nen lie­be­vol­len Ehe­mann und ei­ne Ar­beit als Se­kre­tä­rin, bis an ei­nem Tag in den 70er Jah­ren ih­re gan­ze Welt zu­sam­men­brach: Ihr Ehe­mann hat­te ei­nen Un­fall und starb, was Astrid Marx in ein see­li­sches schwar­zes Loch warf. Sie frag­te sich, wer sie sel­ber sei und was sie aus­ma­che. Ei­ne Fra­ge, die sie auf ei­ne jahr­zehn­te­lan­ge Rei­se nach Spi­ri­tua­li­tät durch die gan­ze Welt führ­te.

Sie fand her­aus, dass ihr Groß­va­ter be­reits als Scha­ma­ne ge­ar­bei­tet hat­te, und er­leb­te ei­ni­ge „leicht be­ängs­ti­gen­de, aber auch wun­der­ba­re“Mo­men­te, wel­che die ana­ly­ti­sche Frau wei­ter nach­for­schen lie­ßen. Sie ent­deck­te ih­re ver­erb­ten Fä­hig­kei­ten und ih­re Nä­he zum Spi­ri­tu­el­len, ging auf Vi­si­ons­su­che und traf auf an­de­re, fein­sin­ni­ge Men­schen, die sie auf ih­rem Weg wei­ter­führ­ten.

2001 kam sie in die Nie­der­lan­de. Dort ar­bei­tet sie als zeit­ge­mä­ße Scha­ma­nin. Das heißt: psy­cho­lo­gi­sche, phy­si­sche und me­ta­phy­si­sche Ar­beit, bei der sie un­ter an­de­rem be­reits in Kran­ken­häu­sern in En­g­land und den Nie­der­lan­den Men­schen ge­hol­fen hat.

Dar­über hin­aus hat sie ih­re er­leb­nis­rei­che Rei­se zu Pa­pier ge­bracht. Die deut­sche Ver­si­on des Bu­ches „Von Se­kre­tä­rin bis Scha­ma­nin – Mein Weg zur Ein­heit“, er­schie­nen im Go­cher Pa­gi­na-Ver­lag, hat­te nun im „World Hou­se“in Wet­ten ih­re Deutsch­land­pre­mie­re.

Über­setzt wur­de es von Bet­ti­na Jahn­ke, die da­bei ganz eng mit Astrid Marx zu­sam­men­ge­ar­bei­tet hat, um auch ja die rich­ti­gen For­mu­lie­run­gen genau zu tref­fen. Jahn­ke be­ton­te, dass sie „ganz in den Ka­pi­teln drin war, mit all ih­rer In­ten­si­tät“.

Denn das Werk ist bei al­lem Me­ta­phy­si­schen so­wohl bo­den­stän­dig als auch ein­fühl­sam ge­schrie­ben und führt dem Le­ser wun­der­bar die ver­schie­de­nen Sta­tio­nen von Astrid Marx’ Rei­se vor Au­gen. Die­se be­schreibt sich vor al­lem als „Fun­ker. Als je­mand, der Vi­bra­tio­nen und Ener­gi­en spürt und wei­ter­lei­tet.“Auch sie war sich für et­li­che Jah­re nicht si­cher, wie sie genau mit ih­ren Er­fah­run­gen um­ge­hen soll­te, doch nach wei­te­ren Kon­tak­ten des Me­ta­phy­si­schen „ha­be ich nun kei­ne Zwei­fel mehr. Denn al­les, was man tut und denkt, hat Ein­fluss auf al­les an­de­re. Ur­sprüng­lich war ich sehr zö­ger­lich in mei­ner Rol­le als ler­nen­de Scha­ma­nin. Das Gan­ze

Astrid Marx, war auch et­was, in das ich über die Jah­re erst hin­ein wach­sen muss­te“, er­zählt sie.

Da­bei gibt Astrid Marx sich „ganz nor­mal“. Bei ih­rem so char­man­ten wie pa­cken­den Vor­trag im „World Hou­se“hin­gen die zahl­rei­chen Be­su­chern an ih­ren Lip­pen, als sie ver­schie­de­ne Ka­pi­tel ih­res Le­bens Re­vue pas­sie­ren ließ. Als „un­glaub­lich ein­drucks­voll“und „in­spi­rie­rend“be­schrie­ben vie­le Be­su­cher den Vor­trags­abend.

Wer nun eben­falls mehr über Astrid Marx’ viel­sei­ti­ge Rei­se ler­nen will, kann sie nach­le­sen. Ihr Er­leb­nis­be­richt „Von Se­kre­tä­rin bis Scha­ma­nin – Mein Weg zur Ein­heit“aus dem Pa­gi­na-Ver­lag (ISBN: 978-3944146-78-2) ist in je­dem Buch­han­del er­hält­lich.

„Ich ha­be her­aus­ge­fun­den, dass auch mein Groß­va­ter be­reits als Scha­ma­ne ge­ar­bei­tet hat“

Au­to­rin

RP-FO­TO: MAR­KUS VAN OFFERN

Mys­tik und Spi­ri­tua­li­tät ha­ben ei­ne gro­ße Be­deu­tung im Le­ben von Astrid Marx.

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