Kat­jes-Preis für künf­ti­ge Be­triebs­wir­te

Rheinische Post Goch - - KREIS KLEVE – REGIONAL - VON MAT­THI­AS GRASS

Do­tiert mit 1000 Eu­ro. Die Kat­jes Fas­sin Gm­bH aus Em­me­rich un­ter­zeich­ne­te ei­nen Ko­ope­ra­ti­ons­ver­trag mit der Hoch­schu­le Rhein-Waal. Das Ziel: Jun­ge, qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter sol­len in der Re­gi­on ge­hal­ten wer­den.

KREIS KLE­VE Die bes­te Ab­schluss­ar­beit von Stu­den­ten der Fa­kul­tät Ge­sell­schaft und Öko­no­mie der Hoch­schu­le Rhein-Waal (HSRW) wird künf­tig mit dem mit 1000 Eu­ro do­tier­ten „Kat­jes-Preis“aus­ge­zeich­net. Ei­nen ent­spre­chen­den Ko­ope­ra­ti­ons­ver­trag zwi­schen Hoch­schu­le und dem in­ter­na­tio­nal tä­ti­gen Un­ter­neh­men un­ter­zeich­ne­ten Hoch­schul-Prä­si­den­tin Hei­de Na­de­rer und Rein­hard San­ders von der

Dr. Hei­de Na­de­rer Kat­jes-Ge­schäfts­füh­rung ges­tern im Se­nats­saal der Kle­ver Hoch­schu­le. Of­fen ließ da­bei ein bes­tens ge­laun­ter San­ders, ob die­ser Preis künf­tig auch mit ei­ner schwar­zen Kat­zen-Skulp­tur ver­bun­den sein wird – als Sym­bol für je­nes klei­ne Kat­zen-La­kritz, das den Her­stel­ler von Sü­ßig­kei­ten mit und oh­ne Zu­cker welt­weit be­kannt ge­macht hat.

Kat­jes ist als in­ter­na­tio­nal auf­ge­stell­tes Un­ter­neh­men mit wach­sen­den Um­satz auf gu­te, hoch qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter an­ge­wie­sen. „Wir se­hen die­sen Preis des­halb auch als Chan­ce, Hoch­schul­ab­gän­ger für ei­nen Ver­bleib in der Re­gi­on zu mo­ti­vie­ren“, sagt San­ders. Denn es wer­de im­mer schwie­ri­ger, Men­schen für Re­gio­nen ab­seits der Me­tro­po­len zu in­ter­es­sie­ren. Als ein in der Re­gi­on ver­wur­zel­tes Un­ter­neh­men, das an sei­nem Haupt­sitz in Em­me­rich, wo al­le Fä­den zu­sam­men­lau­fen, 400 Ar­beits­plät­ze bie­tet, sei man aber auf sol­che Mit­ar­bei­ter an­ge­wie­sen. „Auf jun­ge Leu­te, die in der Re­gi­on blei­ben wol­len“, so San­ders. Es sei nicht ein­fach, die­se für die Re­gi­on zu be­geis­tern, des­halb sei es ide­al, dass es jetzt die Hoch­schu­le di­rekt vor der Tür ge­be.

Bis jetzt hat das Un­ter­neh­men be­reits mit den Na­tur­wis­sen­schaft­lern der HSRW-Fa­kul­tät „Li­fe Sci­en­ces“(hier wur­den auch Ba­che­l­or­ar­bei­ten bei Kat­jes ge­schrie­ben) zu­sam­men­ge­ar­bei­tet. „Kat­jes hat da­für schon in der Ver­gan­gen­heit Stu­die­ren­den der Hoch­schu­le Rhein-Waal Pra­xis­se­mes­ter so­wie Ab­schluss­ar­bei­ten an­ge­bo­ten. Dar­aus er­ga­ben sich be­reits Mög­lich­kei­ten für ei­nen Di­rekt­ein­stieg ins Be­rufs­le­ben. Das wol­len wir künf­tig in­di­vi­du­ell und be­darfs­ori­en­tiert aus­bau­en“, sagt San­ders. Mit dem Preis rich­tet sich das Em­me­ri­cher Un­ter­neh­men künf­tig auch an die Be­triebs­wir­te.

„Be­triebs­wirt­schaft oh­ne Be­trieb geht nicht, des­halb freu­en wir uns über die­se Ko­ope­ra­ti­on be­son­ders“, sagt Prof. Marion Half­mann, Vi­ze­prä­si­den­tin für Stu­di­um, Leh­re und Wei­ter­bil­dung und Pro­fes­so­rin für Be­triebs­wirt­schafts­leh­re. Die Ko­ope­ra­ti­on star­te mit dem Kat­jesP­reis für den bes­ten Ab­sol­ven­ten und sol­le in ei­ne viel­fäl­ti­ge Zu­sam­men­ar­beit für Stu­die­ren­de der Fa­kul­tät mün­den. Kat­jes sei wie die Hoch­schu­le in­ter­na­tio­nal auf­ge­stellt und re­gio­nal ver­an­kert, da lie­ge ei­ne sol­che Ko­ope­ra­ti­on auf der Hand, sagt Half­mann. Da­bei hat die Vi­ze­prä­si­den­tin Stu­di­en­pro­jek­te, Ab­schluss­ar­bei­ten und nicht zu­letzt auch Prak­ti­ka im Blick.

„Sol­che Ko­ope­ra­tio­nen bie­ten die Mög­lich­keit für die Stu­die­ren­den, mit ei­nem hie­si­gen und so be­kann­ten Un­ter­neh­men zu­sam­men­zu­ar­bei­ten. Wir freu­en uns sehr, dass wir Kat­jes für die­se Ko­ope­ra­ti­on ge­win­nen konn­ten. Das Si­gnal der Wirt­schaft zeigt, dass man in die­ser Re­gi­on Ar­beit fin­det“, sagt Hoch­schul­prä­si­den­tin Hei­de Na­de­rer. Sie mahn­te die Städ­te in der Re­gi­on, an ih­rer At­trak­ti­vi­tät zu ar­bei­ten. Denn wer dann se­he, dass es sich auch noch gut lebt am Nie­der­rhein, der blei­be, sagt Na­de­rer.

Die je­wei­li­gen Preis­trä­ger für den Kat­jes-Preis wer­den von der Hoch­schu­le und Kat­jes ge­mein­sam aus­ge­sucht. Kat­jes zählt in­zwi­schen zu den Top-Drei im deut­schen Zu­cker­wa­ren­markt und wur­de als ei­ne der stärks­ten Mar­ken in Deutsch­land aus­ge­zeich­net, so Hoch­schul­spre­che­rin Chris­tin Has­ken. Die Kat­jes Fas­sin Gm­bH& Co KG wur­de 1950 als Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men ge­grün­det.

„Das Si­gnal der Wirt­schaft zeigt, dass man in der Re­gi­on Ar­beit fin­det“

Hoch­schul­prä­si­den­tin

RP-AR­CHIV­FO­TO: MAR­KUS VAN OFFERN

400 Mit­ar­bei­ter sind im Stamm­werk in Em­me­rich be­schäf­tigt.

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