„High Tech Rö­mer“im Valk­hof-Mu­se­um

Rheinische Post Goch - - KREIS KLEVE – REGIONAL -

In der Fa­mi­li­en­aus­stel­lung im Mu­se­um Het Valk­hof wer­den tech­ni­sche In­no­va­tio­nen aus der An­ti­ke ge­zeigt. An­hand der Bei­spie­le soll deut­lich wer­den, das der rö­mi­sche Er­fin­der­geist über Jahr­hun­der­te Maß­stä­be ge­setzt hat.

NIM­WE­GEN (RP) Ob Fuß­bo­den­hei­zung oder Well­ness­bad, Re­chen­ma­schi­ne oder Last­kran, SMS oder Kau­gum­mi: Vie­les aus un­se­rem All­tag hat sei­nen Ur­sprung in der Rö­mer­zeit. Ganz oh­ne mo­der­ne Hilfs­mit­tel wie Com­pu­ter, Mo­to­ren und Elek­tri­zi­tät brach­ten die Rö­mer vor gut 2000 Jah­ren ver­blüf­fen­de Tech­ni­ken und Ma­schi­nen her­vor, die sich bis heu­te auf un­ser Le­ben aus­wir­ken. Die deutsch­spra­chi­ge Fa­mi-

Elf Pa­vil­lons und 32 Mit

mach­sta­tio­nen la­den klei­ne und gro­ße Ent­de­cker zum Ler­nen und

Aus­pro­bie­ren ein.

li­en­aus­stel­lung „High Tech Rö­mer“zeigt die ge­ni­als­ten tech­ni­schen Er­fin­dun­gen der An­ti­ke. Bis zum 24. Ja­nu­ar 2016 lädt sie im Mu­se­um Het Valk­hof zum Stau­nen und Mit­ma­chen ein.

Bau­ten wie Brücken, Stra­ßen und Was­ser­lei­tun­gen, aber auch Krä­ne, Mess­in­stru­men­te und Kon­ser­vie­rungs­me­tho­den von Le­bens­mit­teln zeu­gen noch heu­te vom tech­ni­schen Ein­falls­reich­tum der Rö­mer. Vie­le Ide­en über­nah­men sie von frü­he­ren Kul­tu­ren und ent­wi­ckel­ten sie so er­folg­reich wei­ter, dass sie da­mit für Jahr­hun­der­te Maß­stä­be setz­ten. In der Son­der­aus­stel­lung „High Tech Rö­mer“ge­ben kost­ba­re Ori­gi­na­le aus der An­ti­ke, Fil­me und Com­pu­ter­ani­ma­tio­nen Ein­bli­cke in die span­nen­den Er­fin­dun­gen der rö­mi­schen Tüft­ler. Doch im Mu­se­um Het Valk­hof war­ten nicht nur Vi­tri­nen und Bild­schir­me auf die Be­su­cher. Ehe sie sich ver­se­hen, wer­den sie selbst zum Stadt­pla­ner oder Kr­an­füh­rer, Bron­ze­gie­ßer oder Ver­fas­ser ei­ner rö­mi­schen Kurz­nach­richt.

Elf Pa­vil­lons und 32 Mit­mach­sta­tio­nen la­den klei­ne und gro­ße Ent­de­cker zum Ler­nen und Aus­pro­bie­ren ein. An je­dem Sonn­tag fin­den au­ßer­dem (Kin­der-)Work­shops statt. Mo­sai­ke ent­wer­fen, ein Ka­ta­pult bau­en oder Mün­zen prä­gen: Hier wird die Rö­mer­zeit le­ben­dig. Die The­men der mul­ti­me­dia­len Aus­stel­lung rei­chen von Ar­chi­tek­tur und Ma­schi­nen über Kom­mu­ni­ka­ti­on und Rei­sen bis hin zu Mes­sen und Rech­nen. Al­le Tex­te sind auf Deutsch, Nie­der­län­disch, Eng­lisch und Fran­zö­sisch ver­füg­bar.

„High Tech Rö­mer“wur­de vom Mu­se­um Het Valk­hof, dem Mu­se­on Den Haag, dem Tech­no­po­lis Me­che­len (Bel­gi­en) und dem LVR Lan­des­mu­se­um Bonn ent­wi­ckelt. Im Jahr 2011 war die Aus­stel­lung schon ein­mal im Mu­se­um Het Valk­hof zu Gast – und An­zie­hungs­punkt für 60.000 Be­su­cher.

Am Sams­tag, den 24. Ok­to­ber, kön­nen Be­su­cher im Rah­men ei­nes re­gio­na­len Mu­se­ums­ta­ges für nur ei­nen Eu­ro pro Per­son ins Mu­se­um. An al­len an­de­ren Ta­gen kos­ten Ti­ckets für Er­wach­se­ne ab 19 Jah­ren neun Eu­ro, für Kin­der und Ju­gend­li­che von sechs bis 18 Jah­ren 4,50 Eu­ro. Kin­der bis fünf Jah­re ha­ben kos­ten­lo­sen Zu­tritt, ei­ne Fa­mi­li­en­kar­te für fünf Per­so­nen kos­tet 22,50 Eu­ro. Am Sonn­tag, 25. Ok­to­ber, set­zen rö­misch ge­klei­de­te Sta­tis­ten ein ori­gi­nal­ge­treu­es Ka­ta­pult, die so­ge­nann­te Bal­lis­ta, auf dem Mu­se­ums­vor­platz in Be­we­gung und Wurf­ge­schos­se zum Flie­gen.

Öff­nungs­zei­ten: „High Tech Rö­mer“ist diens­tags bis sonn­tags von 11 bis 17 Uhr ge­öff­net. Die Rhei­ni­sche Post ver­lost am kom­men­den Mon­tag, 19. Ok­to­ber, ei­ne Ein­tritts­kar­te für fünf Per­so­nen. Ein­fach um 15 Uhr un­ter der Te­le­fon­num­mer 02821 59831 an­ru­fen Der ers­te An­ru­fer ge­winnt die Frei­kar­ten.

Zeit­ge­nös­si­sche Stü­cke aus der An­ti­ke wer­den er­gänzt durch mul­ti­me­dia­le At­trak­tio­nen so­wie lehr­rei­che Com­pu­ter­ani­ma­tio­nen.

FO­TOS (2): PRI­VAT

Auch für die jun­gen Be­su­cher gibt es in der Aus­stel­lung vie­le krea­ti­ve An­ge­bo­te zum Mit­ma­chen.

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