Kreis­bau­ern­schaft klagt: Prei­se für Agrar­land stei­gen

Rheinische Post Goch - - KREIS KLEVE – REGIONAL -

KREIS KLE­VE (RP) Wie das Um­welt­und Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um in Düsseldorf in den letz­ten Ta­gen in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung er­klär­te, sind die Prei­se für land­wirt­schaft­li­che Grund­stü­cke in Nord­rhein-West­fa­len im ver­gan­ge­nen Jahr dra­ma­tisch ge­stie­gen. So muss­ten im Durch­schnitt 40.049,00 Eu­ro für ei­nen Hekt­ar Acker oder Wie­se be­zahlt wer­den, was in­ner­halb von nur fünf Jah­ren ei­ner Preis­stei­ge­rung um sat­te 49 Pro­zent ent­spricht.

Als Be­grün­dung wird hier­zu ins­be­son­de­re der ver­stärk­te Ein­fluss au­ßer­land­wirt­schaft­li­cher Ka­pi­tal­an­le­ger, die die Flä­chen nicht sel­ber be­wirt­schaf­ten wol­len, ge­nannt. Als größ­ten Preis­trei­ber sieht die Kreis­bau­ern­schaft Kle­ve je­doch die Na­tur­schutz­po­li­tik aus dem Hau­se Rem­mel. „Nicht nur, dass Na­tur­schutz­ver­bän­de dem auf­sto­ckungs­be­dürf­ti­gen Land­wirt im Grund­stücks­ver­kehrs­recht gleich­ge­stellt sind; zu­sätz­lich führt der Flä­chen­an­kauf für frag­wür­di­ge Na­tur­schutz­pro­jek­te, wie et­wa das LI­FE+Pro­jekt Düf­fel zu ei­ner wei­te­ren im­men­sen Preis­stei­ge­rung des Grund und Bo­dens“, er­läu­tert der Kreis­vor­sit­zen­de Jo­sef Pe­ters. Mi­nis­ter Rem­mel ist selbst Preis­trei­ber, in­dem er dem NA­BU Mil­lio­nen­be­trä­ge aus Steu­er­gel­dern zum An­kauf von land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen zur Ver­fü­gung stellt. Vor Ort fin­den sich be­reits Bei­spie­le, die in der letz­ten Zeit zu ei­ner er­heb­li­chen Preis­stei­ge­rung ge­führt ha­ben. Dies hat die Kreis­bau­ern­schaft Kle­ve dem Mi­nis­ter Jo­han­nes Rem­mel in ei­nem Brief mit­ge­teilt. „Zu­dem darf auch die zur­zeit an­ste­hen­de No­vel­lie­rung der Dün­ge­ver­ord­nung als po­ten­zi­ell zu­künf­ti­ger Preis­trei­ber nicht ver­ges­sen wer­den. Die dort für die land­wirt­schaft­li­chen Be­trie­be vor­ge­se­he­nen Ein­schrän­kun­gen in der Be­wirt­schaf­tung und der da­durch be­ding­te stei­gen­de Flä­chen­druck füh­ren da­zu, dass die Grund­stücks­prei­se und in die­sem Zu­ge auch die Pacht­prei­se er­heb­lich an­zie­hen wer­den“, so Pe­ters. Dies füh­re da­zu, dass klei­ne land­wirt­schaft­li­che Be­trie­be den Preis­druck nicht mehr stand­hal­ten kön­nen. Ziel der grü­nen Lan­des­po­li­tik sei es je­doch, klein­bäu­er­li­che Be­trie­be zu er­hal­ten. Durch den zu­sätz­li­chen Flä­chen­druck wer­de dies je­doch nicht mög­lich sein, was die Kreis­bau­ern­schaft in dem Brief klar­stell­te.

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