Kle­ves Team be­sitzt ei­ne gu­te Ba­lan­ce

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON REIN­HARD PÖSEL

Fuß­ball-Lan­des­li­ga: Der 1. FC Kle­ve muss er­neut rei­sen. Dies­mal geht es zum VSF Amern. Das Spiel wird mor­gen um 15 Uhr an­ge­pfif­fen.

Wenn es dar­um geht, am En­de des Ta­ges zu schnell Bi­lanz zu zie­hen, mahnt der Volks­mund zur Vor­sicht. Den Tag sol­le man tun­lichst nicht schon vor dem Abend lo­ben, heißt es. Und weil das stimmt, soll der fein her­aus­ge­spiel­te Aus­wärts­er­folg der Kle­ver Lan­des­li­ga-Fuß­bal­ler beim VfL Re­pe­len nicht in ein zu glei­ßen­des Licht ge­stellt wer­den.

Auf der an­de­ren Sei­te wird es aber auch nicht vie­len Mann­schaf­ten in die­ser Sai­son ge­lin­gen, dem letzt­jäh­ri­gen Em­por­kömm­ling aus dem Fuß­ball­kreis Mo­ers fünf To­re ein­zu­schen­ken, wo­von drei aus Stan­dards her­aus fie­len und in­fol­ge­des­sen beim Frei­stoß­spe­zia­lis­ten Fa­bio Fors­ter ih­ren Aus­gangs­punkt hat­ten. Als Mau­rice Ry­ba­cki, der vor ei­ner Wo­che von FC-Trai­ner Tho­mas von Kucz­kow­ski nicht zu­letzt we­gen sei­ner gu­ten Trai­nings­leis­tun­gen in die An­fangs­for­ma­ti­on ge­stellt wor­den war, zehn Mi­nu­ten nach dem Sei­ten­wech­sel den Ball zum drit­ten Mal an die­sem Nach­mit­tag über die Tor­li­nie ge­drückt hat­te, war die Ge­gen­wehr des Geg­ners ge­bro­chen.

Das räum­te auch Sa­scha Wey­en nach dem Spiel ein. Der VfL-Trai­ner zeig­te sich al­ler­dings dar­über ver­wun­dert, dass Kle­ve selbst bei dem deut­li­chen Spiel­stand in sei­nen Au­gen ei­ne über­zo­ge­ne Här­te in die Zwei­kämp­fe ge­tra­gen ha­be. Die­se Sicht­wei­se, durch die Ent­täu­schung über die her­be Klat­sche wohl be­einf lusst, dürf­te Re­pe­lens Trai­ner je­doch ex­klu­siv ha­ben. Rich­tig ist, dass die Rot-Blau­en auf dem Kun­st­ra­sen in Re­pe­len die Zwei­kämp­fe en­ga­giert und cou­ra­giert ge­führt ha­ben – und von die­sem Weg auch nach der kla­ren Füh­rung nicht ab­gin­gen. An Kle­ves Trai­ner kann des­halb die Kri­tik sei­nes Kol­le­gen ab­trop­fen. Er wird viel­mehr mit ei­nem er­heb­li­chen Maß an Zuf­rie­den­heit re­gis­triert ha­ben, dass sich in­ner­halb sei­ner Elf ei­ne für das Kle­ver Spiel wohl­tu­en­de Ba­lan­ce zwi­schen den fuß­bal­le­ri­schen Fein­geis­tern und Ar­bei­tern her­aus­ge­bil­det hat. Denn das dürf­te wäh­rend des ers­ten Sai­son­drit­tels auch bis in den hin­ters­ten Win­kel des Kle­ver Ka­ders durch­ge­drun­gen sein, dass sich al­lein über „Ha­cke, Spit­ze, ein, zwei, drei“der Er­folg vi­el­leicht punk­tu­ell, aber nicht aus­dau­ernd ein­stel­len wird. Das Spiel in Re­pe­len könn­te beim Rück­blick am En­de der Sai­son als ein mög­li­cher Wen­de­punkt zum Bes­se­ren an­ge­se­hen wer­den. Wie nach­hal­tig er ist, hängt da­von ab, ob der 1. FC Kle­ve mor­gen in Amern dort wei­ter macht, wo er vor ei­ner Wo­che in Re­pe­len auf­ge­hört hat.

„Amern ist ei­ne gu­te Mann­schaft, der der Trai­ner­wech­sel vor der Sai­son of­fen­sicht­lich gut ge­tan hat“, meint Tho­mas von Kucz­kow­ski, der mit sei­ner Mann­schaft ge­gen die­sen „un­an­ge­nehm zu be­spie­len­den Geg­ner“das Ziel ver­folgt, ei­nen wei­te­ren Sieg zu lan­den. „Wir wer­den mit Macht nach vor­ne spie­len, zu­mal dar­in auch un­se­re Stär­ke liegt. Da­bei soll­ten wir je­doch dar­auf ach­ten, in der Ab­wehr nicht zu of­fen zu ste­hen“, sagt der Kle­ver Coach, der nach ei­ge­ner Aus­sa­ge je nach Spiel­ver­lauf auch schon mit ei­nem Punkt zu­frie­den sein könn­te.

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