Heldt vor dem Ab­schied bei Schal­ke

Rheinische Post Goch - - SPORT - VON GI­AN­NI COS­TA

Die Tren­nung wird wohl in die­ser Wo­che be­kannt­ge­ge­ben. Hei­del steht als Nach­fol­ger be­reit.

GEL­SEN­KIR­CHEN Horst Heldt hat mit dem The­ma wei­test­ge­hend ab­ge­schlos­sen. Of­fi­zi­ell spricht er noch als Sport­vor­stand von Fuß­ball-Bun­des­li­gist FC Schal­ke 04. Es steht da aber ein Ma­na­ger vor den Mi­kro­fo­nen, der nach fünf Jah­ren Di­enst­zeit in die­sen Ta­gen ei­ne sehr gro­ße Dis­tanz zu sei­nem Ar­beit­ge­ber auf­ge­baut hat. „Ich bin hier auf­recht rein­ge­gan­gen, und ich ge­he auch auf­recht wie­der hier raus. Wann das sein wird, wer­den wir se­hen“, hat er zum Bei­spiel ge­sagt. „Na­tür­lich ist es le­gi­tim und wich­tig für den Ver­ein, sich Ge­dan­ken zu ma­chen“, sag­te er dann am Tag da­nach im „Dop­pel­pass“von Sport 1. „Ich wer- de mich noch in die­ser Wo­che mit Cle­mens Tön­nies zu­sam­men­set­zen. Die­se Wo­che wird ei­ne Ent­schei­dung ver­kün­det.“

Da­bei geht es wohl vor al­lem um for­ma­le Fra­gen. Geht Heldt so­fort? Wird er be­ur­laubt? Trennt sich der Ver­ein von ihm, um den Weg frei­zu­ma­chen für Chris­ti­an Hei­del, den Noch-Ma­na­ger von Li­ga-Kon­kur­rent Mainz 05? Heu­te Abend kommt das Prä­si­di­um der Main­zer zu ei­ner Sit­zung zu­sam­men – soll­te Hei­del die Frei­ga­be er­teilt wer­den, dürf­te al­les ganz schnell ge­hen. Es geht nicht mehr um das „Ob“, son­dern nur noch um das „Wann“. Hei­del selbst woll­te sich zu den Ge­rüch­ten nicht äu­ßern. Ha­rald St­rutz, der Main­zer Prä­si­dent, hat­te in­des schon vor Ta­gen be­stä­tigt, dass es ei­nen Kon­takt zwi­schen Schal­ke und Hei­del ge­be.

Laut Heldt sei „die Art und Wei­se na­tür­lich das Ent­schei­den­de. Und das hat bei mir da­zu ge­führt, dass ein Denk­pro­zess statt­ge­fun­den hat. Ich ha­be mei­ne Ent­schei­dung für mich schon ge­trof­fen“. Er be­tont im­mer wie­der, dass er ein sehr loya­les Ver­hält­nis zum mäch­ti­gen Schal­ker Auf­sichts­ratsboss Cle­mens Tön­nies ha­be. Tön­nies hat sich al­ler­dings in den ver­gan­ge­nen Ta­gen auf­fal­lend zu­rück­ge­hal­ten, Ähn­li­ches über sei­ne Be­zie­hung zu Heldt kund­zu­tun.

Der­zeit er­scheint in Gel­sen­kir­chen ei­gent­lich al­les sehr ge­ord­net. Heldt hat nach di­ver­sen Fehl­ver­su- chen of­fen­bar end­lich den rich­ti­gen Trai­ner ge­fun­den. Die Ver­trä­ge mit vie­len Leis­tungs­trä­gern (un­ter an­de­rem Ralf Fähr­mann bis 2020) sind vor­zei­tig ver­län­gert wor­den. Sport­lich läuft es so gut wie schon ei­ne gan­ze Wei­le nicht mehr. Nach dem 2:1 ge­gen Her­tha BSC ha­ben die Kö­nigs­blau­en ih­re Am­bi­tio­nen un­ter­stri­chen, in der nächs­ten Sai­son wie­der in der Cham­pi­ons Le­ague zu spie­len. Ge­nau in die­ser Pha­se wird nun über den Wech­sel in der sport­li­chen Lei­tung ge­spro­chen, statt die Er­fol­ge auf dem Platz zu fei­ern. Es hät­te in der ver­gan­ge­nen Sai­son ge­nü­gend Grün­de ge­ge­ben, ei­nen Neu­an­fang zu be­schlie­ßen. Doch da hielt Tön­nies noch in Treue fest zu Heldt.

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