Bes­se­rer Kli­ma­schutz in Kom­mu­nen

Rheinische Post Goch - - KREIS KLEVE – REGIONAL -

Mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD): Richt­li­nie ist in Kraft ge­tre­ten.

KREIS KLE­VE (RP) Die er­folg­rei­che För­de­rung von Kli­ma­schutz­maß­nah­men in Kom­mu­nen durch die Na­tio­na­le Kli­ma­schutz­in­itia­ti­ve von Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks wird deut­lich aus­ge­wei­tet. Die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te für den Kreis Kle­ve sieht dar­in auch Chan­cen für die Städ­te und Ge­mein­den im Kreis: „Es wer­den neue För­der­schwer­punk­te ein­ge­führt und ver­bes­ser­te För­der­be­din­gun­gen für fi­nanz­schwa­che Kom­mu­nen ge­schaf­fen.“Die Initia­ti­ve bie­te nun noch mehr Hand­lungs­mög­lich­kei­ten für Kom­mu­nen, „auch bei uns im Kreis Kle­ve“, so Bar­ba­ra Hend­ricks. Sie lobt die „Richt­li­nie zur För­de­rung von Kli­ma­schutz­pro­jek­ten in so­zia­len, kul­tu­rel­len und öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen im Rah­men der Na­tio­na­len Kli­ma­schutz­in­itia­ti­ve“(Kom­mu­nal­richt­li­nie) als Er­folgs­mo­dell: „Seit 2008 pro­fi­tie­ren Kom­mu­nen von der För­de­rung durch die Na­tio­na­le Kli­ma­schutz­in­itia­ti­ve des Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­ums. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­den rund 3000 Kom­mu­nen in über 8000 Pro­jek­ten da­bei un­ter­stützt, ih­re Treib­haus­gas­emis­sio­nen zu re­du­zie­ren“, so Hend­ricks.

Die wich­tigs­ten Än­de­run­gen im Über­blick: Er­höh­te För­der­quo­ten für fi­nanz­schwa­che Kom­mu­nen jetzt auch im in­ves­ti­ven Be­reich. Ge­för­dert wer­den die Sa­nie­rung von Au­ßen-, Stra­ßen­be­leuch­tungs­und Licht­si­gnal­an­la­gen durch LEDBe­leuch­tung zu­sätz­lich zum Ein­bau hoch­ef­fi­zi­en­ter LEDs bei der Sa­nie­rung von In­nen- und Hal­len­be­leuch­tung. Wei­ter­hin wer­den die Sa­nie­rung und der Aus­tausch raum­luft­tech­ni­scher Ge­rä­te be­zu­schusst. Für Kli­ma­schutz­in­ves­ti­tio­nen in An­la­gen und Ge­bäu­den von Kin­der­ta­ges­stät­ten, Schu­len, Ju­gend­frei­zeit­ein­rich­tun­gen, Sport­stät­ten und Schwimm­hal­len wird ein neu­er För­der­schwer­punkt mit er­höh­ten För­der­quo­ten ein­ge­führt.

Die För­de­rung nach­hal­ti­ger Mo­bi­li­tät er­hält ein grö­ße­res An­ge­bot und hö­he­re ma­xi­ma­le Zu­wen­dun­gen. Hier pro­fi­tiert ins­be­son­de­re der Rad­ver­kehr. Für die Sta­bi­li­sie­rung still­ge­leg­ter Sied­lungs­ab­fall­de­po­ni­en ist ei­ne hö­he­re ma­xi­ma­le Zu­wen­dung mög­lich. Bei Ener­gie­spar­mo­del­len gibt es ein neu­es Star­ter­pa­ket. Hier wer­den Aus­ga­ben für päd­ago­gi­sche Ar­beit und ge­rin­gin­ves­ti­ve Maß­nah­men be­zu­schusst.

An­trä­ge kön­nen bis zum 31. März 2016 beim Pro­jekt­trä­ger Jü­lich (PtJ) ein­ge­reicht wer­den. Wei­te­re An­trags­fens­ter sind für den 1. Ju­li bis 30. Sep­tem­ber 2016 so­wie im Jahr 2017 vor­ge­se­hen.

Als Un­ter­stüt­zungs­ein­rich­tung für Kom­mu­nen steht im Auf­trag des Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­ums das Ser­vice- und Kom­pe­tenz­zen­trum: Kom­mu­na­ler Kli­ma­schutz (SK:KK) mit ei­ner Hot­li­ne un­ter Te­le­fon 030 39001170 für Be­ra­tung und In­for­ma­ti­on zur Ver­fü­gung (www.kli­ma­schutz.de/kom­mu­nen).

Mit der No­vel­lie­rung der Kom­mu­nal­richt­li­nie wer­den auch Maß­nah­men aus dem „Ak­ti­ons­pro­gramm Kli­ma­schutz 2020“so­wie nie­der­schwel­li­ge Kli­ma­schutz­maß­nah­men aus dem „Pro­gramm Sa­nie­rung kom­mu­na­ler Ein­rich­tun­gen in den Be­rei­chen Sport, Ju­gend und Kul­tur“im Rah­men des Zu­kunfts­in­ves­ti­ti­ons­pro­gramms der Bun­des­re­gie­rung um­ge­setzt.

RP-ARCHIVFOTO: EVERS

Mi­nis­te­rin Dr. Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD).

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