Hö.-Nie. schießt Düsseldorf-West 5:2 ab

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON HANS-GERD SCHOUTEN

Fuß­ball-Ober­li­ga: Die Mann­schaft von Ge­org Me­wes hat nach ei­nem kla­ren Er­folg das Schluss­licht an die U23 des SC Ro­tWeiß Ober­hau­sen ab­ge­ge­ben. Ned­z­ad Dra­go­vic (2), Da­ni­el Boldt, Do­mi­nik Bo­rutz­ki und Vin­cent Aretz er­zie­len die To­re.

16.45 Uhr an der Düf­fels­müh­le – Schieds­rich­ter Tho­mas Dick­mann pfeift die Ober­li­ga­par­tie zwi­schen dem SV Hön­ne­pel-Nie­der­mörm­ter und dem SC Düsseldorf-West ab. In der Spiel­hälf­te der Gast­ge­ber bil­det sich blitz­schnell ei­ne gel­be Men­schen­trau­be, mit­ten­drin Trai­ner Ge­org Me­wes. So­eben ha­ben die Haus­her­ren ih­ren ers­ten Sai­son­sieg un­ter Dach und Fach ge­bracht, den SC Düsseldorf West mit 5:2 ein­deu­tig in die Schran­ken ge­wie­sen und da­mit die „ro­te La­ter­ne“an die U23 des SC Rot-Weiß Ober­hau­sen ab­ge­ge­ben. Me­wes ist über­glück­lich: „Das war un­se­re bes­te Sai­son­leis­tung. Jetzt müs­sen wir am Mitt­woch ge­gen Meer­busch nach­le­gen, dann sind wir wie­der im Ge­schäft.“

Nach ei­nem so deut­li­chen Er­folg für die Heim­elf, für die Me­wes über­ra­schend auf der Links­ver­tei­di­ger­po­si­ti­on Re­ser­ve­trai­ner Ste­fan Os­man-Rein­kens auf­ge­bo­ten hat­te, sah es zu­nächst nicht aus. Ned­z­ad Dra­go­vic (5.) und Tarek Stau­de (10.) hat­ten in der An­fangs­pha­se ei­nes aus­ge­gli­che­nen Spiels zwei klei­ne­re Chan­cen, dann nutz­ten die Gäs­te ih­re ers­te Mög­lich­keit zur Füh­rung (17.). Nach ei­ner Her­ein­ga­be von der rech­ten Sei­te stand Me­te­han Gür­büz am Straf­raum völ­lig frei und don­ner­te die Ku­gel flach in die Ma­schen. Wei­chelt im Hö.-Nie.-Tor blieb kei­ne Ab­wehr­chan­ce.

Die Lan­des­haupt­städ­ter kon­trol­lier­ten das Ge­sche­hen und leg­ten in Mi­nu­te 27 den zwei­ten Tref­fer nach. Ei­nen Schuss von Chris­toph Zil­gens konn­te Wei­chelt noch ab­weh­ren, ge­gen den Nach­schuss von Tim Kos­ma­la war er aber macht­los.

Glück für die Me­wes-Man­nen, dass sie be­reits 120 Se­kun­den spä­ter den An­schluss­tref­fer schaff­ten. Nach ei­ner Ecke von der lin­ken Sei­te durch Ben­ja­min Schüs­s­ler war Da­ni­el Boldt zur Stel­le und be­för­der­te den Ball mit dem Hin­ter­kopf in die lan­ge Ecke. We­nig spä­ter muss­te Wei­chelt bei ei­nem Schuss von Gür­büz mit ei­ner Glanz­pa­ra­de den aber­ma­li­gen Zwei-To­re-Rück­stand ver­hin­dern und be­ließ da­mit die Hoff­nung auf die nächs­ten Punk­te.

Die Zu­schau­er soll­ten kei­ne Lan­ge­wei­le be­kom­men. In der 36. Mi­nu­te wur­de Boldt im Straf­raum von den Bei­nen ge­holt – kla­rer Elf­me­ter. Ned­z­ad Dra­go­vic schnapp­te sich den Ball und drosch ihn knall­hart zum 2:2 ins Netz. Das Me­wes-Team hat­te Moral ge­zeigt und war plötz­lich wie­der im Spiel ge­gen ei­nen Gast, der sich an­schei­nend schon auf der Sie­ges­stra­ße ge­wähnt hat­te.

Nach 53 Mi­nu­ten flank­te Schüs­s­ler mus­ter­gül­tig auf den frei­ste­hen­den San­dro Leim­bruch, der aber 14 Me­ter vor dem Tor den Ball nicht traf. Dar­aus hät­te man durch­aus mehr ma­chen kön­nen. Me­wes nahm Leim­bruch we­nig spä­ter vom Platz und schick­te Jo­nas Röl­ver für den bis da­to glück­lo­sen An­grei­fer ins Ren­nen.

Ei­ne St­un­de war ge­spielt, da hät­te Ka­pi­tän Mar­kus Hepp­ke fast das „Tor des Mo­nats“er­zielt. Aus rund 40 Me­tern schick­te er das Spiel­ge­rät Rích­tung geg­ne­ri­schem Ge­häu­se, weil er ge­se­hen hat­te, dass Kee­per Fa­bi­an Koch zu weit vor sei­nem Tor stand. Der Ball strich nur haar­scharf über den Qu­er­bal­ken.

Doch nur ei­ne Mi­nu­te da­nach durf­te er­neut ge­ju­belt wer­den. Nach ei­nem Eck­ball von Schüs­s­ler ver­län­ger­te Boldt mit dem Kopf auf Dra­go­vic, der aus rund fünf Me­tern per Vol­ley ein­schoss und da­mit der Par­tie die ent­schei­den­de Wen­de gab. Die Gäs­te wur­den nun zwar of­fen­si­ver, agier­ten in vor­ders­ter Front al­ler­dings recht pl­an­los, so dass Hö.-Nie. in der De­fen­si­ve kaum ge­for­dert wur­de. Nach­dem die Düs­sel­dor­fer ei­ne Vier­tel­stun­de vor dem En­de nach Schüs­sen von Dra­go­vic und Wel­ter zwei­mal auf der Li­nie ge­ret­tet hat­ten, brach­te ei­ne Ecke noch in der glei­chen Mi­nu­te die Vor­ent­schei­dung. Die prä­zi­se Her­ein­ga­be von Hepp­ke köpf­te Do­mi­nik Bo­rutz­ki frei­ste­hend in die Ma­schen und mach­te da­mit auch die letz­ten Hoff­nun­gen der West­ler zu­nich­te.

Da­mit gab sich der SV aber noch nicht zu­frie­den. Fünf Zei­ge­rum­dre­hun­gen vor dem En­de der sehr un­ter­halt­sa­men Be­geg­nung be­dien­te Hepp­ke von der rech­ten Sei­te Röl­ver, der aus Nah­dis­tanz an Koch schei­ter­te, Aretz war zur Stel­le und staub­te zum 5:2 ab.

RP-FOTO: GOTT­FRIED EVERS

Jo­nas Röl­ver (am Ball) kam nach der Pau­se für den glück­lo­sen San­dro Leim­bruch ins Spiel von Ober­li­gist SV Hön­ne­pel-Nie­der­mörm­ter.

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