Kein Blei­be­recht

Rheinische Post Goch - - LESERBRIEFE - In­grid Lau­risch 41352 Kor­schen­broich Mir­ko Ba­der per Mail

Zu „Drei Fa­mi­li­en­clans kon­trol­lie­ren Marxloh“(RP vom 30. Sep­tem­ber): Als ge­bür­ti­ge Duis­bur­ge­rin und Be­wun­de­rin der schö­nen Mo­schee in Marxloh macht es mich sehr trau­rig und wü­tend, dass es die­sen kri­mi­nel­len Clan­mit­glie­dern im­mer noch mög­lich ist, trotz mehr­fach ver­häng­ter Haft­stra­fen we­gen ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung, Dro­gen­be­sitz und Raub wei­ter ei­nen gan­zen Stadt­teil zu kon­trol­lie­ren und fried­li­che Men­schen zu kon­trol­lie­ren und zu ter­ro­ri­sie­ren. Wann wird der über­fäl­li­ge Ge­setz­ent­wurf um­ge­setzt, dass sol­che Men­schen, die wie­der­holt ge­gen das gel­ten­de Rechts- und So­zi­al­we­sen ver­sto­ßen und des­halb stän­dig von der Po­li­zei be­ob­ach­tet wer­den müs­sen, ihr Auf­ent­halts­recht ver­wirkt ha­ben und in ih­re Hei­mat­län­der zu­rück­ge­führt wer­den? Dann könn­te sich die Po­li­zei in Marxloh um an­de­re wich­ti­ge Din­ge küm­mern. Zu „Ein Kanz­ler ist kein Her­zi­lein“(RP vom 2. Ok­to­ber): Mit Ver­laub, aber ih­re „Hät­te-hät­te-Fahr­rad­ket­te“-Ar­gu­men­ta­ti­on von der Na­toAuf­rüs­tung hin zur Wie­der­ver­ei­ni­gung spie­gelt nur das Me­ne­te­kel, das uns seit dem En­de des Zwei­ten Welt­kriegs be­glei­tet. Stär­ke zei­gen, um sich durch­zu­set­zen, oh­ne die Al­ter­na­ti­ve zu su­chen. Manch­mal ist es klug, ei­nen Schritt zu­rück­zu­ge­hen. Die Kon­flik­te die­ser Welt zei­gen, dass Auf­rüs­tung bis heu­te nie zu Frie­den füh­ren konn­te. Wenn der Kal­te Krieg zum „hei­ßen“ge­wor­den wä­re, wür­den Sie si­cher nicht so blau­äu­gig da­her­re­den. Sie soll­ten in ei­ner von sich be­haup­ten­den christ­li­chen Zei­tung lie­ber den Grund­satz „Schwer­ter zu Pflug­scha­ren“als Maß neh­men.

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