Stim­mungs­ma­che

Rheinische Post Goch - - LESERBRIEFE - Jörg Fi­scher 46483 We­sel Pe­ter Kös­ters Strae­len

Zu „IG-Me­tall Chef: ,Wir zah­len nicht für eu­re Kri­se’“(RP vom 30. Sep­tem­ber): Die Ge­werk­schaft soll­te ih­re un­qua­li­fi­zier­te Stim­mungs­ma­che un­ter­las­sen und die Mit­ar­bei­ter bei VW nicht für dumm ver­kau­fen. Selbst­ver­ständ­lich wer­den die Mit­ar­bei­ter ge­nau­so für die­se Kri­se be­zah­len, wie dies auch ih­re Kri­se ist. Da­für wur­den sie in den zu­rück­lie­gen­den Re­kord­jah­ren mit ho­hen Ex­tra­prä­mi­en und Son­der­leis­tun­gen be­lohnt. Ei­ne Nicht­be­tei­li­gung an den Fol­gen der Kri­se wä­re nur ge­recht­fer­tigt, wenn sich die Mit­ar­bei­ter durch Rück­zah­lung ih­rer Prä­mi­en an der Wie­der­gut­ma­chung des ent­stan­de­nen Scha­dens be­tei­li­gen wür­den. Dies dürf­te un­rea­lis­tisch sein. Zu „60 % der Deut­schen für Ober­gren­ze bei Asyl“(RP vom 1. Ok­to­ber): Ein so rei­ches Land wie die Bun­des­re­pu­blik hat nicht nur vor dem Hin­ter­grund ei­ge­ner Er­fah­run­gen als ver­trei­ben­des Land (Na­zi­Zeit) und als Flücht­lin­ge auf­neh­men­des Land (nach dem Zwei­ten Welt­krieg) die ver­damm­te Pflicht, Asyl­be­rech­tig­te auf­zu­neh­men. Wenn sich die CDU end­lich da­zu durch­rin­gen könn­te, ein ver­nünf­ti­ges Ein­wan­de­rungs­ge­setz mit kla­ren Re­geln ein­zu­füh­ren, müss­ten wir nicht dar­über dis­ku­tie­ren. Die gro­ße Wel­le der Hilfs­be­reit­schaft zeigt dies. Dass wir mo­men­tan mit der Si­tua­ti­on an ei­ni­gen Stel­len über­for­dert sind, ist kein Grund, das Grund­ge­setz ab­zu­schwä­chen. Wir müs­sen nur ein we­nig von un­se­rem Wohl­stand ver­nünf­tig in men­schen­wür­di­ge Un­ter­künf­te, Mit­ar­bei­ter des BAMF und Lehr­kräf­te und So­zi­al­ar­bei­ter in­ves­tie­ren, die sich um die Asy­lan­ten küm­mern.

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