Zah­lung an Pla­ti­ni nur münd­lich ver­ein­bart

Rheinische Post Goch - - SPORT -

DÜSSELDORF (dpa) In ei­nem In­ter­view der fran­zö­si­schen Zei­tung „Le Mon­de“hat Mi­chel Pla­ti­ni, Chef des eu­ro­päi­schen Fuß­ball-Ver­ban­des (Ue­fa), sei­ne Ver­si­on für die Zah­lung von 1,8 Mil­lio­nen Eu­ro durch Jo­seph Blat­ter er­zählt. Wie der Schwei­zer Boss des Welt­ver­ban­des (Fi­fa), so war auch der Fran­zo­se von der Ethik­kom­mis­si­on der Fi­fa für 90 Ta­ge sus­pen­diert wor­den.

Es sei ei­ne Sa­che von Mann zu Mann ge­we­sen, sag­te Pla­ti­ni. Er ha­be auch ge­lernt, dass laut Schwei­zer Recht ein münd­li­cher wie ein schrift­li­cher Ver­trag sei. Blat­ter hat­te Pla­ti­ni für des­sen Di­ens­te von Sep­tem­ber 1998 bis Ju­ni 2002 be­zahlt, das ge­sam­te Geld aber erst 2011 über­wie­sen. Pla­ti­ni er­zähl­te, dass er in den ers­ten Mo­na­ten gar kein Geld be­kom­men ha­be. Blat­ter ha­be ihm er­klärt, dass er nicht, wie zu­ge­sagt, ei­ne Mil­li­on Schwei­zer Fran­ken zah­len kön­ne, wenn der Ge­ne­ral­se­kre­tär 300.000 Fran­ken er­hält. „Al­so wer­den wir dir ei­nen Ver­trag über 300.000 Fran­ken ma­chen und dir das Sal­do spä­ter ge­ben“, soll Blat­ter ge­sagt ha­ben. Als Pla­ti­ni Jah­re spä­ter die­sen Dif­fe­renz­be­trag ein­for­der­te, irr­te er sich nach ei­ge­nen An­ga­ben im er­hal­te­nen Be­trag. „Ich dach­te, es wä­ren 500.000, und dass er mir 500.000 Nach­zah­lung für vier Jah­re schul­de­te. Ich ha­be ei­ne Rech­nung über zwei Mil­lio­nen ge­schickt.“Das Geld wur­de zehn Ta­ge spä­ter ge­zahlt.

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