WRW Kle­ve wehrt sich nach Kräf­ten

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON LIZA-MA­RIE SIEGMUND

Tisch­ten­nis: Der Da­men-Zweit­bun­des­li­gist Weiß-Rot-Weiß Kle­ve ver­lor in hei­mi­scher Um­ge­bung ge­gen den MTV Tostedt mit 4:6.

Zwei­ter Heim­spiel­tag des Da­men­Zweit­bun­des­li­gis­ten TTVg. Wei­ßRot-Weiß Kle­ve in der lau­fen­den Sai­son. Zu Gast in der räum­lich be­eng­ten Sport­hal­le am Mit­tel­weg war am ver­gan­ge­nen Sonn­tag­nach­mit­tag die Spit­zen­mann­schaft des MTV Tostedt, die in Nie­der­sach­sen vor den To­ren Ham­burgs zu Hau­se ist. Für die Tosted­ter war das Spiel in Kle­ve ihr zwei­ter Li­gaein­satz am ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de. Am Sams­tag­abend stan­den sie be­reits in Saar­brü­cken bei dem dort an­säs­si­gen ATSV an der Plat­te und ka­men im vier­ten Sai­son­spiel mit 6:3 zu ih­rem drit­ten Sieg. Der ein­zi­ge Punkt, den Tostedt in der lau­fen­den Sai­son ab­gab, war im Heim­spiel beim 5:5Un­ent­schie­den ge­gen den TSV Schwar­zen­bek.

Nach dem Ta­bel­len­stand – das Heim­team hat­te vor die­ser Par­tie vier Mi­nus­punk­te auf dem Kon­to und stand auf dem drit­ten Ta­bel­len­platz – sa­hen sich die Kle­ver Rot­Wei­ßen in der Rol­le des Au­ßen­sei­ters. Das wur­de dann auch gleich in den bei­den An­fangs­dop­peln deut­lich. Denn bei­de Par­ti­en gin­gen an die Gäs­te aus Nie­der­sach­sen. Aya Ume­mu­ra und Yu­ko Ima­mu­ra tra­fen auf MTV-Spit­ze Lau­ra Matz­ke und Sven­ja Koch, wäh­rend Ju­dith Han­sel­ka und Er­satz­spie­le­rin Aria­ne Lied­mei­er auf Ca­ro­li­ne Ha­jok und An­ne Se­wös­ter tra­fen. „Wir hät- ten uns die Paa­run­gen ge­nau an­ders her­um ge­wünscht“, ha­der­te WRWBe­treue­rin Il­di­ko Ima­mu­ra mit der Aus­lo­sung. „Da Ju­dith und Aria­ne nicht ein­ge­spielt sind, konn­ten wir von ih­nen kei­nen Sieg er­war­ten, und Yu­ko und Aya hat­ten un­güns­ti­ger­wei­se die schwie­ri­ge­re Auf­ga­be vor der Brust, die sie dann nicht lö­sen konn­ten.“

Den­noch ka­men die WRW-Da­men nach dem 0:2-Rück­stand schnell in die Par­tie zu­rück, weil Ume­mu­ra über Ha­jok er­war­tungs­ge­mäß ih­ren sieb­ten Sai­son­sieg fei­er­te und die frisch­ge­ba­cke­ne Bun­des­rang­lis­ten­sie­ge­rin Y. Ima­mu­ra mit Mat­ze kur­zen Pro­zess mach­te und zum 2:2 aus­glich. Das wohl vor­ent­schei­den­de Spiel lie­fer­ten sich im An­schluss dar­an Han­sel­ka und Se­wös­ter. Ei­ne 2:1-Satz­füh­rung konn­te die Kle­ver Links­hän­de­rin nicht ins Ziel brin­gen, sie ha­der­te mit sich. „Ich ha­be im Ent­schei­dungs­satz den An­fang ver­schla­fen und mit 1:5 zu­rück­ge­le­gen. Dann ha­be ich im Ge­gen­zug ei­ne 8:7-Füh­rung lei­der nicht ins Ziel ge­bracht“, zeig­te sich Han­sel­ka selbst ent­täuscht. „Mit mei­ner Geg­ne­rin lie­fe­re ich mir im­mer en­ge Du­el­le. Ich wä­re na­tür­lich lie­ber als Sie­ge­rin vom Tisch ge­gan­gen.“

Das ge­lang aber auch Team­kol­le­gin Lied­mei­er nicht, die nach drei Sät­zen das 2:4 ge­gen Koch zu­las­sen muss­te. Doch sich auf­ge­ge­ben hat­ten die Weiß-Rot-Wei­ßen längst noch nicht. Mit ei­nem er­neu­ten Dop­pel­schlag un­ter­stri­chen Ima­mu­ra und Ume­mu­ra nicht nur ih­re der­zeit star­ke Form, son­dern brach­ten auch den 4:4-Aus­gleich – wenn­gleich die­ser nur die Hö­he der Nie­der­la­ge mi­ni­mier­te. Denn wäh­rend Lied­mei­er er­neut oh­ne Satz­ge­winn blieb, muss­te sich auch Han­sel­ka nach ei­nem en­gen Match Koch ge­schla­gen ge­ben. Der MTV Tostedt ist da­mit wei­ter­hin un­ge­schla­gen Ta­bel­len­füh­rer, die WRW-Da­men ran­gie­ren un­ter­des­sen mit 4:6-Punk­ten auf Platz vier. „Wir ha­ben jetzt bis zum 15. No­vem­ber Pau­se und gas­tie­ren dann beim ASTV Saar­brü­cken“, schaut I. Ima­mu­ra schon auf die nächs­te Auf­ga­be. Auch hier stel­len sich die Schwa­nen­städ­te­rin­nen wie­der auf ei­nen en­gen Spiel­ver­lauf ein.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.