Auch le­ben kön­nen

Rheinische Post Goch - - LESERBRIEFE - Sa­bi­ne Lüdtke per Mail Oli­ver Blet­gen 40489 Düsseldorf

Zu „Aus­nah­me für Flücht­lin­ge beim Min­dest­lohn“(RP vom 3. Ok­to­ber): Mi­ni­jobs und Jobs, die un­ter 8,50 Eu­ro je St­un­de bie­ten, will ich grund­sätz­lich gar nicht ha­ben. Man soll auch le­ben kön­nen von dem Geld und für die Ren­te vor­sor­gen kön­nen. Letz­te­res ist mit dem jet­zi­gen Min­dest­lohn schon schwie­rig. Au­ßer­dem müs­sen ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­te vom Staat – al­so vom Steu­er­zah­ler – sub­ven­tio­niert wer­den. Das kann man doch auch nicht wol­len. Bes­ser wä­ren ge­recht be­zahl­te 30-St­un­den-Jobs, um mehr Men­schen Jobs an­bie­ten zu kön­nen. Zu „Aus­nah­me für Flücht­lin­ge beim Min­dest­lohn“(RP vom 3. Ok­to­ber): Es ist ein­fach nur noch ner­vig, wie die Rhei­ni­sche Post re­gel­mä­ßig ge­gen den Min­dest­lohn po­le­mi­siert. War­um las­sen Sie den Fri­seu­ren und Kell­nern, den Ver­käu­fern und Zim­mer­mäd­chen nicht ein paar Eu­ro mehr, so dass sie we­nigs­tens da­von le­ben kön­nen? Ein Ur­laub ist da­bei noch nicht mal drin, wenn wir bei­spiels­wei­se das teu­re Düsseldorf als Wohn­ort neh­men. Die­se Geis­tes­hal­tung ist un­so­zi­al. Ich bin Ho­te­lier, und mir tut es nicht weh, mei­nen Zim­mer­mäd­chen den Min­dest­lohn zu zah­len.

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