Mi­ni­malst ge­recht

Rheinische Post Goch - - LESERBRIEFE - Hildor Lo­renz 42929 Wer­mels­kir­chen Erich Krap­pen 41844 Weg­berg

Zu „Aus­nah­me für Flücht­lin­ge beim Min­dest­lohn“(RP vom 3. Ok­to­ber): Nein – es geht gar nicht, Flücht­lin­ge als He­bel ge­gen den deut­schen Min­dest­lohn an­zu­füh­ren. Hier hat auch Mi­nis­ter Ga­b­ri­el recht. Der Min­dest­lohn ist zu­dem kein Akt so­zia­ler Grö­ße, son­dern al­lein der mi­ni­mals­ten Ge­rech­tig­keit an der ge­sell­schaft­li­chen Teil­ha­be ge­schul­det. Ih­ren Ge­dan­ken kon­se­quent zu En­de ge­dacht be­deu­tet, am bes­ten gar kei­nen Lohn zu zah­len und sich den Dank der Flücht­lin­ge da­durch aus­drü­cken zu las­sen, für freie Kost und Lo­gis auch un­ter Min­dest­be­din­gun­gen zu ar­bei­ten. Zu „Ge­walt geht oft von jun­gen Mus­li­men aus“(RP vom 7. Ok­to­ber): Wenn man das In­ter­view mit der jun­gen Po­li­zis­tin Ta­nia Kam­bou­ri liest und gleich­zei­tig die alar­mie­ren­den Be­rich­te über den Höchst­stand bei Ei­gen­tums­de­lik­ten und über die or­ga­ni­sier­te Kri­mi­na­li­tät in Deutsch­land, muss es doch den Po­li­ti­kern däm­mern, dass die Zu­stän­de un­er­träg­lich ge­wor­den sind. Durch ei­ne prä­ven­ti­ve Po­li­zei­prä­senz wür­den si­cher vie­le Straf­ta­ten ver­ei­telt, aber da­zu ge­hört auch ei­ne ge­wal­ti­ge Auf­sto­ckung des Per­so­nals. Wir pro­fi­tie­ren doch vom Schutz un­se­rer Be­am­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.