Steu­er-Wett­be­werb

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON ANT­JE HÖ­NING

Mon­heim senkt er­neut die Ge­wer­be­steu­er. Was NRW-Grü­ne für un­so­li­da­risch hal­ten und Nach­bar­städ­te für ei­ne Kampf­an­sa­ge, ist tat­säch­lich Aus­druck ge­sun­den Wett­be­werbs. Die Ge­wer­be­steu­er ist die ori­gi­nä­re Steu­er der Ge­mein­den. Über ih­re Aus­ge­stal­tung ha­ben Kom­mu­nen es in der Hand, wie at­trak­tiv sie für Be­trie­be sind. Die Steu­er spielt ne­ben An­bin­dung und Ar­beits­kräf­ten die zen­tra­le Rol­le für Fir­men. Dass Städ­te den He­be­satz selbst fest­le­gen, hat nichts mit Steu­er-Dum­ping zu tun, son­dern mit heil­sa­mer Kon­kur­renz. Die­se zwingt Städ­te, für die Steu­er auch et­was zu bie­ten und nicht maß­los zu­zu­lan­gen. Preis­wett­be­werb auf dem Au­to­markt nennt auch kei­ner Dum­ping.

Ger­ne be­to­nen ar­me Städ­te, dass ih­nen nichts an­de­res blei­be, als ho­he Steu­ern zu neh­men. Das ist bil­lig. Zum ei­nen müs­sen sich Städ­te wie Ober­hau­sen fra­gen, ob nicht ei­ge­ne Sün­den der Ver­gan­gen­heit wie über­di­men­sio­nier­te Ein­kaufs­zen­tren sie in die Knie zwan­gen. Zum an­de­ren lehrt Mon­heim, dass nied­ri­ge Steu­ern die Schul­den nicht er­hö­hen, son­dern sen­ken kön­nen, weil sie neue Fir­men an­lo­cken. BERICHT

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