Zit­ter­aa­le ge­hen mit Strom­stö­ßen auf Beu­te­jagd

Rheinische Post Goch - - WISSEN -

NASH­VILLE (dpa) Ja­gen­de Zit­ter­aa­le nut­zen of­fen­bar star­ke Strom­stö­ße nicht nur als ef­fek­ti­ves „Be­täu­bungs­ge­wehr“, son­dern zugleich als ein hoch­prä­zi­ses Werk­zeug zur Or­tung ih­rer Beu­te. Die­ses an Fle­der­mäu­se er­in­nern­de „Beu­te-Tracking“konn­te jetzt der US-For­scher Ken­neth Ca­ta­nia von der Van­der­bilt Uni­ver­si­ty in Nash­ville ( Bun­des­staat Ten­nes­see) ent­de­cken. Er er­forscht seit län­ge­rem die un­ge­wöhn­li­chen Süß­was­ser­fi­sche, die Strom­schlä­ge von meh­re­ren hun­dert Volt er­zeu­gen kön­nen. Sei­ne neu­en Er­geb­nis­se ver­öf­fent­lich­te er jüngst im Fach­jour­nal „Na­tu­re Com­mu­ni­ca­ti­ons“. Schon in vor­he­ri­gen Un­ter­su­chun­gen hat­te Ca­ta­nia ge­zeigt, dass Zit­ter­aa­le ver­steck­te Beu­te­fi­sche zu­nächst durch ei­ni­ge schwa­che Strom­schlä­ge auf­spü­ren, die zu un­will­kür­li­chen, ver­rä­te­ri­schen Zu­ckun­gen füh­ren. An­schlie­ßend le­gen die Raub­fi­sche ih­re Beu­te mit ei­ner Sal­ve star­ker Strom­schlä­ge lahm, wie der For­scher be­rich­tet hat­te. Un­klar war je­doch, wie sie die be­täub­ten Tie­re da­nach aus­fin­dig mach­ten.

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