Heim­weh nach der Schwa­nen­burg – auch noch nach 50 Jah­ren

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST – SCHWERPUNKT -

Kle­ver ha­ben ein Syn­drom: Wenn sie drei Wo­chen die Burg nicht ge­se­hen ha­ben, be­kom­men sie Heim­weh. Das weiß auch Ma­ria Boss­mann. Die Kle­ve­rin ist jetzt nach 50 Jah­ren end­lich wie­der in ih­re Hei­mat­stadt zu­rück­ge­kehrt.

Sie ha­be au­ßer­halb ge­wohnt, sagt sie. Fragt man, wo, denn, lacht Frau Boss­mann: in Bed­burg-Hau, sagt sie. Und trotz­dem ha­be sie Heim­weh nach der Burg ge­habt. Denn von dort konn­te sie den mäch­ti­gen Turm der Schwa­nen­burg Burg nicht se­hen, so wie sie es seit Kind­heit und Ju­gend ge­wohnt war. Ma­ria Boss­mann wuchs auf der Her­zog­stra­ße in Kle­ve auf. Dann ver­schlug es sie in die Nach­bar­ge­mein­de. Und be­kam re­gel­mä­ßig heim­weh nach Kle­ve und der Burg. „Dann bin ich in nach Kle­ve ge­fah­ren, die Stadt ein­mal rauf und run­ter - und dann ging es wie­der ei­ne Wei­le“, sagt sie.

Es ist die Burg, die in Kle­ve für vie­le für das Hei­mat­ge­fühl steht, der Schwa­nen­turm, weit­hin sicht­bar, oder aber auch der Spie­gel­turm, der vor al­lem jetzt in der dunk­len Jah­res­zeit die Kreu­ze sei­ner er­leuch­te­ten Fens­ter hei­me­lig in die Abend­däm­me­rung setzt.

Ma­ria Boss­mann ist wie­der in Kle­ve an­ge­kom­men. Heim­weh ist aus­ge­schlos­sen: Denn sie hat jetzt ei­ne Woh­nung mit Burg­blick.

mgr

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