Hö.-Nie. bürs­tet den Ta­bel­len­füh­rer ab

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON HANS-GERD SCHOUTEN UND SABRINA PE­TERS

Fuß­ball-Ober­li­ga: Das Team von Trai­ner „Schorsch“Me­wes kam ges­tern Abend ge­gen den Fu­si­ons­club TSV Meer­busch zu ei­nem 4:1 (1:1)-Heim­sieg.

Ei­ne Stim­me aus dem über­schau­ba­ren An­hang der Meer­bu­scher: „Ir­gend­wann reißt je­de Se­rie.“Ver­ant­wort­lich da­für war ei­ne vor­bild­li­che kämp­fe­ri­sche Leis­tung des im Ab­stiegs­kampf ste­hen­den SV Hön­ne­pel-Nie­der­mörm­ter, der ges­tern Abend auf sei­nem Trai­nings­platz den TSV Meer­busch über­ra­schend deut­lich mit 4:1 (1:1) ab­bürs­te­te. Für die Mann­schaft von „Schorsch“Me­wes war es der zwei­te Sai­son­sieg in­ner­halb von nur drei Ta­gen. Dem Coach der Schwarz-Gel­ben wie auch sei­nen Spie­lern fiel mit dem Schluss­pfiff ei­ne ge­wal­ti­ge Last von den Schul­tern. Nach die­sem Sieg sei end­lich wie­der Land in Sicht, stell­te Me­wes er­leich­tert fest. „Wir ste­hen zwar wei­ter un­ten drin und dür­fen nicht nach­las­sen. Was je­doch er­freu­lich ist, dass der Ab­stand zu den vor uns lie­gen­den Teams ver­rin­gert wer­den konn­te.“

Der SV Hö./Nie. be­gann ge­gen den Ta­bel­len­füh­rer bei ei­nem recht fri­schen Wind über­ra­schend of­fen­siv und druck­voll. Die Be­loh­nung da­für soll­te nicht sehr lan­ge auf sich war­ten las­sen: In der 13. Spiel­mi­nu­te lief Mi­ke Wel­ter von der lin­ken Sei­te in den Straf­raum, ließ mit ei­ner Fin­te sei­nen Ge­gen­spie­ler ins Lee­re lau­fen und voll­ende­te die­se fei­ne Ein­zel­leis­tung mit ei­nem sat­ten Schuss zur ver­dien­ten 1:0-Füh­rung.

Für ei­nen Spit­zen­rei­ter zeig­te der TSV bis zur 20. Mi­nu­te reich­lich we- nig, was je­doch auch ei­ner kon­zen­trier­ten Hö.-Nie.-Leis­tung zu­zu­schrei­ben war. Dies blieb auch so, als der Gast zur Mit­te der ers­ten Hälf­te bes­ser in die Par­tie fand und die Ab­wehr des SV Hö.-Nie. ver­mehrt un­ter Druck setz­te. In Mi­nu­te 24 hat­te Meer­busch sei­ne ers­te Tor­Mög­lich­keit, die je­doch SV-Ak­teur Do­mi­nik Bo­rutz­ki be­sorg­te. Sei­nen Kopf­ball konn­te Tor­wart Tim Wei­chelt mit ei­ner star­ken Pa­ra­de ge­ra­de noch zur Ecke len­ken.

Der Aus­gleich lag den­noch in der Luft und fiel dann auch we­nig spä­ter. Der größ­te Spie­ler des Geg­ners, Ste­fan Gals­ter, stand nach ei­ner Ecke von Aleksan­dar Pran­jes sträf­lich frei vor dem Tor und köpf­te aus kur­zer Dis­tanz ein (26.). Nach dem Aus­gleich über­nahm Meer­busch dann die Kon­trol­le über die Par­tie, oh­ne aber ge­fähr­lich zu wer­den. An­ders die Gast­ge­ber. Do­mi­nik Bo­rutz­kis Kopf­ball konn­te Meer­busch in der 40. Mi­nu­te noch von der Li­nie krat­zen.

Das 1:1 zur Pau­se war für die Schwarz-Gel­ben be­reits ein Er­folg, mit dem wohl nur we­ni­ge ge­rech­net hat­ten. Mit die­sem Spiel­stand im Rü­cken und der Er­kennt­nis, dass der Ta­bel­len­füh­rer an die­sem Abend ver­wund­bar ist, ka­men die Gast­ge­ber ge­stärkt aus der Ka­bi­ne. Sie be­gan­nen die zwei­ten 45 Mi­nu­ten eben­so über­zeu­gend wie die ers­ten. In der 52. Mi­nu­te nutz­te der of­fen­siv­freu­di­ge Bo­rutz­ki ei­nen Frei­stoß von Mar­kus Hepp­ke aus dem rech­ten Halb­feld, um aus ei­ner Spie­ler­trau­be her­aus die er­neu­te Hö.-Nie.-Füh­rung zu er­zie­len.

Es kam für die Platz­her­ren so­gar noch bes­ser. Nach ex­akt ei­ner St­un­de tanz­te Da­ni­el Boldt an der Tor­aus­li­nie sei­nen Ge­gen­spie­ler aus und flank­te maß­ge­recht auf Ben­ja­min Schüs­s­ler, der aus rund drei Me­tern kei­ne Mü­he hat­te, den Ball zum 3:1 über die Tor­li­nie zu drü­cken. Vom ent­täu­schen­den Spit­zen­rei­ter sah man in der Fol­ge­zeit kaum noch et­was. Mau­se­tot war er dann knapp ei­ne Vier­tel­stun­de vor Schluss, als der Ex-Hies­fel­der Bo­rutz­ki er­neut im geg­ne­ri­schen Straf­raum auf­tauch­te und auf Vor­ar­beit von Wel­ter zum 4:1-End­stand traf.

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