Land zahlt Kom­mu­nen 2016 über zehn Mil­li­ar­den Eu­ro

Rheinische Post Goch - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

DÜSSELDORF (hüw) Auf­grund spru­deln­der Steu­er­ein­nah­men kann das Land den Kom­mu­nen im nächs­ten Jahr die Re­kord­sum­me von 10,3 Mil­li­ar­den Eu­ro zah­len und da­mit so viel wie noch nie. Es han­delt sich um die fi­nan­zi­el­le Gr­und­aus­stat­tung im Rah­men des Ge­mein­de­fi­nan­zie­rungs­ge­set­zes (GFG). Das GFG für 2016 soll im De­zem­ber vom Land­tag ver­ab­schie­det wer­den.

Un­ter­des­sen ist der Städ­te­tag NRW, der die grö­ße­ren Städ­te ver­tritt, auf Dis­tanz zu den 215 Bür­ger­meis­tern des Städ­te- und Ge­mein­de­bun­des ge­gan­gen. Sie hat­ten in Brand­brie­fen an Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel und Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft be­tont, dass ih­re Städ­te kaum noch Flücht­lin­ge auf- neh­men könn­ten. Dem­ge­gen­über sag­te Städ­te­tags-Vi­ze Pit Clau­sen (SPD), der OB in Bielefeld ist: „Wir ste­hen ge­mein­sam mit Bund und Län­dern zu un­se­rer hu­ma­ni­tä­ren Ver­ant­wor­tung für die Men­schen, die Schutz brau­chen.“

Das An­ge­bot des Lan­des, ab 2016 den Kom­mu­nen 10.000 Eu­ro pro Jahr und Flücht­ling zu zah­len, wird von den kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den grund­sätz­lich be­grüßt. Al­ler­dings kön­ne man nicht schon jetzt Ver­ein­ba­run­gen für 2017 tref­fen, wie das Land dies wün­sche, sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Land­kreis­ta­ges NRW, Mar­tin Klein, un­se­rer Re­dak­ti­on. Hier­über kön­ne erst 2016 an­hand neu­er Zah­len ge­re­det wer­den.

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